Schwules in Münster - Februar 2003

 

Salve,

eine neue Fernsehshow erobert die Gunst des Publikums: "Deutschland sucht den Superstar". Nun haben wir gerade im KCM unseren Superstar gefunden, aber das heißt ja nicht, dass Deutschland nicht fröhlich weitersuchen darf.

Wirklich prickelnd an dieser Suche sind indes nicht die zehn singenden Grazien, die sich unter der Moderation der blonden Michelle Hunziker und des "Henning Mörders" Carsten Spengemann tränenreich um den Titel "Superstar" bis zur Endausscheidung balgen, es sind Hunderte musikalischer Dilettanten, die sich ungeniert vor der Jury und einer Kamera hinstellen, und sich dort präsentieren. Sie sind die wahren Helden der Sendung. Diese Auftritte werden dann gewürzt von hübschen Kommentaren aus der Jury, bei der Dieter Bohlen und Thomas Stein die schönsten Worte für die verhinderten Superstars finden.

RTL, der Sender für's deutsche Volk, weiß, was er an einem solch billigen Talentschuppen hat, und zeigt dem staunenden Zuschauer immer wieder gerne die Perlen aus dieser stolzen Sammlung. Und weil der Zuschauer (und eben auch ich) davon nicht genug bekommen können, sendet Vox auch noch ein paar Sendungen zum Thema.

Was lehrt uns das? Singen will gelernt sein, aber nur schlechter Gesang sorgt für wahre Unterhaltung!

Warme Grüße
Norbert

 

 

Wort des Vorsitzenden

Hallo erst mal!!!! Neues Jahr, neues Glück - oder so ähnlich. Also der Beginn dieser Zeilen war schon mal blöd. Das macht aber nichts - ich weiß ja. dass unser Vorwort von allen Lesern geschätzt, geliebt und mit Spannung erwartet wird - so dass über einen schlechten Anfang sicher großzügig hinweg gesehen wird. Ihr seht schon - ich schleppe mich von Zeile zu Zeile. Wenn ich weiter mache, wird ja vielleicht doch noch ein Lied daraus (kann hier überhaupt jemand singen?). Nachdem wir im letzten Hut nichts haben von uns hören lassen, wollte ich eigentlich in dieser Ausgabe wichtige und weise Dinge von mir geben, aber irgendwie fehlt wohl die Idee bzw. die Linie. Was natürlich keinerlei Rückschlüsse auf Ideen oder Linie des Vorstandes zulassen sollte. Im Gegenteil: Auch für 2003 haben wir uns vieles vorgenommen - zumindest zunächst mal bis zur nächsten Mitgliederversammlung, die wohl Ende März, Anfang April stattfinden wird und neben Rückblick und Bericht der Kassenprüfer aus Wahlen für den Vorstand besteht.

Zurück zu Ideen und Linien für 2003: Also erst mal was für den Kalender: Am 19. 7. 2003 veranstalten wir unser neuntes Standfest. Wie immer am Stadthaus 1. Ebenso nehmen wir natürlich wieder am CSD teil - so er denn stattfindet (es haben übrigens jetzt schon gewisse Leute den Vorsatz, nicht vom Wagen zu fallen und sich nichts zu brechen).

Im Januar beginnt endlich wieder der Tanzkurs - der Erste ist bereits komplett ausgebucht. Wer zu spät war oder jetzt erst Lust bekommt - einfach im Büro bei Achim melden - es findet bestimmt im Anschluss an den ersten bei Interesse noch einer statt.

Am 8. Februar heißt es, das KCM gibt sich die Ehre: Neujahrsempfang 2003. Natürlich sind alle eingeladen. Näheres dazu in einem Artikel hier im Hut.

Kulturfrühstück noch zweimal und dann erst wieder ab Oktober, Sonntagscafé natürlich, ab März gibt es eine Ausstellung: Schwule in der Karikatur - thematisch von zwei Seiten betrachtet - also mit Einführungsvortrag und zur Halbzeit ein weiterer Vortrag der andere Perspektiven beleuchtet.

Weiß jemand etwas mit dem Begriff Damenwahl anzufangen? Die meisten wahrscheinlich schon - jetzt wäre das aber falsch gedacht. Damenwahl ist der Titel des momentanen Tourneeprogramms von Kordula Völker. Auch der Auftritt von ihr ist sicherlich ein Highlight des ersten halben Jahres.

Ist eigentlich schon allgemein bekannt, dass es seit dem 8. November eine Jugendgruppe für Jungs und Mädchen gibt? Treffen ist immer freitags ab 18:00 Uhr im KCM. Begleitet wird die Gruppe von Bettina und Holger.

Ich hab es oben ja bereits erwähnt - es stehen Vorstandswahlen an. Zunächst mal ein Wunsch von uns allen (wenn auch ein wenig im voraus): Nehmt Euch doch bitte diese zwei Stunden Zeit und kommt zu der wirklich wichtigen Mitgliederversammlung - nur so hat der dann gewählte Vorstand eine Rückmeldung und die wichtige Rückendeckung, um im und für das KCM seine Arbeit tun zu können. Wer mehr über die Arbeit des Vorstandes wissen möchte oder selbst schon mal überlegt hat, vielleicht auch im Vorstand mit zu arbeiten, kann jederzeit gerne einen von uns ansprechen.

Für heute und den Februar wünsche ich Euch alles Liebe - nicht vergessen, am 14. 2. 2003 ist Valentinstag. Obwohl der Gedanke an Blumen im Moment schwer fällt - draußen schneit es. Passt auf Euch auf.

Für den Vorstand
Euer Stephan Karrenbrock

 

 

Neujahrsempfang des KCM

In diesem Jahr wollen wir eine Tradition wiederbeleben - das KCM lädt ein zum Neujahrsempfang 2003. Wir möchten uns und unsere Arbeit vorstellen, Ausblick geben auf das Jahr 2003 und Danke sagen bei allen, die mit dafür Sorge tragen, dass das KCM seine Arbeit tun konnte und hoffentlich auch in Zukunft tun kann. Eingeladen haben wir die Stadtverwaltung, Presse, Ratsfraktionen, Freunde und Sympathisanten, schwule und lesbische Vereine und viele andere Gruppen. Natürlich auch -und das soll hiermit passieren - unsere Mitglieder. Wäre schön wenn derjenige, der gerne kommen möchte, kurz im Büro Bescheid gibt, damit wir in etwa wissen, mit wie vielen Leuten wir rechnen dürfen.

Der Empfang findet statt am 8. Februar 2003 um 12:00 Uhr im Thekenraum. Einfach ein bisschen miteinander ins Gespräch kommen, sich kennen lernen, gemeinsam ein Glas auf das KCM trinken. Hoffentlich haben wir ein volles Haus.
Stephan Karrenbrock

 

 

Das große Quiz

Wim Thoelke ist schon seit vielen Jahren im Himmel (das unterstellen wir mal), das deutsche Quiz darbte vor sich hin, bis Günther Jauch es aus seinem Elend erlöste. Aber diese Erlösung lag eben nicht an der Persönlichkeit des Quizmasters, sondern an den üppigen Preisen.

Nun hat auch das KCM sein eigenes Quiz bekommen, und es besticht sowohl durch seine Preise als auch durch den umwerfenden Charme des Moderators. Martin Enders, berühmt und berüchtigt aus seiner KCM-Tätigkeit, leitete das schwullesbische Quiz und wurde dabei von einer Riege hübscher Frauen (soweit ein Schwu1er überhaupt so etwas beurteilen darf) unterstützt, halt so, wie wir das von den großen Show- und Quizmastern kennen: sie führen und reden, die Frauen folgen und arbeiten!

Gespannt warten die Frauen auf den charmanten Quizmaster, seine schweren Fragen und die üppigen Preise.

Und auch die Preise stimmten bei diesem Quiz. Allerdings konnte sich nur der vierte Preis qualitätsmäßig mit den üppigen Summen vergleichen, die ein Günther Jauch seinen Gewinnern in den seltensten Fällen rüberdrücken muss. Martin konnte als Preise Gutscheine und Sekt präsentieren, doch wirklich begehrt war nur der vierte Preis, der wertvolle Buchpreis aus der Schatztruhe des KCMs, ein Werk, welches immer mehr Bewunderer findet und nun vier neue stolze Besitzer gefunden hat. Denn der vierte Preis, das herrliche Buch "Ich bin ein Junge, du bist ein Junge" (ein Preis, auf den sogar die bekannte E. von den Frauen rattenscharf war) gewann eine Gruppe aus vier Personen, drei Frauen und ein hübscher Jüngling, deren Augen bei der Übergabe des Meisterwerks leuchteten.

Doch wer diesmal zu kurz gekommen ist (und das waren ja die meisten), hat noch Chancen auf weitere Gewinne. Das durchaus anspruchsvolle Quiz wird fortgesetzt, die fleißigen Helferleine werden sich sicherlich wieder schwere Fragen einfallen lassen, die unser Martin dann zum Besten gibt mit schelmischem Blick und zum Verdruss der Raterlnnen und Rater.
NK

 

 

Neuerungen im KCM

Wie vielleicht schon vielen von Euch aufgefallen ist, gibt es seit der letzten großen Hausparty eine Neuerung im KCM ... die Garderobe.

Ihr braucht nun nicht mehr Eure Jacken auf den oberen Etagen unbewacht zu hinterlassen, denn jetzt habt Ihr die Möglichkeit die Jacken oder Rucksäcke an der Garderobe für nur einen Euro abzugeben. Die Garderobe ist bis auf weiteres von 22:00 Uhr bis Ende (nur in den Wintermonaten von Oktober bis April) geöffnet.
Roland und Thomas

 

 

Silvester-Sponsorensuche

Alle Jahre wieder treffen sich zu Silvester einige hundert sportlich Ambitionierte an der Sentruper Höhe in Münster, um sich mittags schon für die abendlichen Feiereien ‚warm zu laufen'. In diesem Jahr waren bei wunderbarstem Winterwetter auch einige Mitglieder und Freunde des Vereins ‚Sozialsponsoring Münster' am Start, um den 10 km langen Kurs auch dazu zu nutzen, den Verein bekannter zu machen: vorne die Startnummer, auf dem Rücken das Logo mit der Schrift ‚Sozialsponsor in Münster' - ein kleiner öffentlichkeitswirksamer Baustein. Bekanntlich gehören dem Verein ‚Sozialsponsoing Münster e. V' ja 15 gemeinnützige soziale Einrichtungen an - unter anderem das KCM und dessen Förderverein anders leben. Ziel ist es, kleine und größere Firmen als Sponsoren zu gewinnen, die sich dann ‚Sozialsponsor in Münster' nennen dürfen. Die vom Sponsor gezahlten Gelder unterstützen die Mitgliedsvereine in ihren vielschichtigen öffentlichen Aufgaben.
Achim Wahle

Weitere Informationen bei:
Sozialsponsoring Münster
Hafenweg 6-8
48155 Münster
Tel. 0251/ 6868375
E-mail: sozialsponsoring@muenster.de

 

 

Runder Tisch zum Hawerkamp

Als vor knapp zwei Jahren im KCM erstmals der Runde Tisch zum Hawerkamp tagte, war die Zukunft des Geländes ungewiss. Mitte Januar lud der Erhaltet den Hawerkamp e. V. erneut in das KCM zum Gespräch ein. Die Teilnehmer erlebten einen erfreulich konstruktiven Nachmittag, der die Sicherung des Geländes ein tüchtiges Stück beförderte.

Neben Vertretern der Stadtverwaltung fanden mit Frau Reismann auch eine Stellvertreterin des Oberbürgermeisters sowie Stadträte der CDU, von den Grünen und der Unabhängigen Wählergemeinschaft zum KCM (die geladenen Vertreter von FDP und SPD entschuldigten sich kurzfristig, sind aber in den Prozess eingebunden). Und dann gab es natürlich die Anlieger, die reichhaltig zur Diskussion kamen. Von LIVAS und vom KCM, vom Triptychon, der Sputnik-Halle und vom Fusion, Studenten (überm KCM), Gewerbetreibende und Künstler - was den Reiz der Szene am Hawerkamp ausmacht, wurde in den vielen Gesprächen zwischen Anliegern (zum Beispiel zwischen dem KCM und dem Fusion) am Rande der Beratungen sichtbar.

Diesmal interessierte aber weniger die kulturelle Ausstrahlung des Geländes, das sich in aller Stille mit jährlichen 120 000 Besuchern zu einem der größtem Kulturevents der Region mauserte. Gemeinsam wurde vor allem das Problem der zu kurzfristigen Mietverträge erörtert. Deutlich wurde, dass vor allem die fehlende Planungssicherheit Investitionen der Betreiber verhindert. Vice versa darf die Stadt jede Menge Eigenleistungen und Investitionen und damit ein anderes Aussehen des Geländes erwarten, wenn den Anliegern durch längerfristige Mietverträge eine Perspektive geboten wird. Heftig kritisiert wurde das destruktive Verhalten der Stadtverwaltung, die bisher, um im Bild zu bleiben, eine der buntesten lokalen Milchkühe hungern lies. Deutlich wurde nämlich, dass das Gelände schon heute ein Gewinn für die Stadt ist. Kulturell ohnehin, aber auch wirtschaftlich aufgrund der in die Stadt fließenden Besuchergelder, Steuern und Konzessionen. Davon könnte die Stadt aber noch mehr haben - die Debatte zeigte dies deutlich genug auf.

Die anwesenden Ratsvertreter sagten zu, diesen auch betriebswirtschaftlichen Missstand abzustellen. Mehr noch, berichtete Richard Halberstadt (CDU) von ersten konkreten Überlegungen der Stadtplanung, das Areal unter ausdrücklicher Einbeziehung der Szene zu entwickeln.

Soviel darf nach dem Runden Tisch festgestellt werden: Münsters bunte Kuh hinter der Halle Münsterland hat die magersten Wiesen hinter sich gelassen. Auch dem KCM darf man zu dieser Entwicklung gratulieren, selbst wenn die wirklich fetten Wiesen noch ein Stück entfernt liegen.
Michael Heß

 

Rezension

Dallas, Denver & Co.
Das große Lexikon der amerikanischen Soaps

Um es gleich zu sagen: Dieses Buch mit seinen 431 Seiten ist den Autoren missraten.

Dabei ist ein Nachschlagewerk über die großen amerikanischen Soaps im Fernsehen ein echtes Desiderat, obwohl natürlich heute durch die Segnung des Internets zu nahezu jeder bekannten TV-Serie etwas Gescheites zu finden ist, von den Schauspielern ganz zu schweigen.

Im genannten Opus werden chronologisch zwanzig amerikanische Seifenopern vorgestellt, dazu kommt noch ein rundes Dutzend brasilianischer (!) Telenovelas, auf die man gut hätte verzichten können: Wer sieht schon brasilianische Fernsehserien? Konzentrieren wir uns also auf die amerikanischen Serien. Hier findet der Neugierige Informationen zur "Springfield Story"‚ die bereits 1937 im Radio anlief, sich schließlich ins Fernsehen rettete und in den USA immer noch läuft. Hier findet man aber auch Kapitel zu den in Deutschland durchaus bekannten TV-Serien "Dallas", "Der Denver Clan", "Falcon Crest", "Beverly Hills 90210" und und und.

Nehmen wir an dieser Stelle die Kapitel über diese bekannten Soaps exemplarisch auseinander. Es beginnt mit einer allgemeinen Einführung zur Geschichte einer jeden Serie, bei "Dallas" etwa fast vier Seiten. Eine klare Linie ist hier nicht zu erkennen, eine Zusammenfassung der Handlung unterbleibt; bei "Falcon Crest" etwa werden die sogenannten "Clifffianger" aufgezählt, jene Höhepunkte am Ende einer Staffel vor Beginn der Sommerpause. Fehler bleiben nicht aus, weil offenbar niemand ordentlich Korrektur gelesen hat. So verweisen die Autoren etwa bei "Dallas" auf die Synchronsprecherin von Barbara Bel-Geddes alias "Miss EIlie", auf Inge Landgut, die auch Donna Reed ihre Stimme geliehen haben soll. Doch als Mrs Reed "Miss Ellie" mimte, war Inge Landgut schon im Jenseits. Eine andere deutsche Synchronsprecherin sprang ein, Edith Schneider. Es darf auch bezweifelt werden, dass JR in 14 Jahren und 356 regulären Episoden nur 25 Frauen beglückt hat.

Es folgt ein biographischer Teil zu jeder Serie. Die Biographien der Schauspieler und ihrer Rollen werden geboten. Da sich die fiktive Biographie der Serienfigur im Satz überhaupt nicht abhebt von den Schauspieler-Biographien, entsteht ein heilloses Durcheinander. Die Auswahl der Biographien ist ebenso undurchsichtig wie ihr Inhalt. Natürlich finden sich etwa bei "Dallas Informationen zu den wichtigen Schauspielern, aber auch zu Darstellern, die nur für ein paar Episoden durchs Bild gehuscht sind, während andere Hauptdarsteller schlicht fehlen. Beispiel: Michael Wilding ist der zweifellos talentierte Sohn von Elizabeth Taylor und mimte in "Dallas" für ein paar Folgen einen Galeristen, der JRs zweite Frau gerne verführt hätte. Seine Biographie wird gebracht, ebenso eine Beschreibung seiner Rolle. Aber eine Biographie von Cathy Podewell, die drei Jahre lang Cally Harper-Ewing spielte, fehlt. Weshalb die Autoren so entschieden haben? Keine Ahnung! Peinlich auch die Biographie von Robert Foxworth, die so aussieht, als sei sie direkt von der IMDB im Internet kopiert und ohne große Bearbeitung ins Buch gestellt worden; hier wäre der Hinweis zwingend gewesen, dass Foxworth es 1977 ablehnte, einen habgierigen Ölmagnaten in " Dallas" zu spielen, eben jenen JR Ewing, der dann von Larry Hagman Gesicht und Grinsen bekam. Unverständlich beim "Denver Clan": die Biographien von Al Corley (der als Original "Steven" schwule Maßstäbe setzte) und von Pamela Sue Martin fehlen, ihre Nachfolger in den Rollen werden genannt und verrissen.

Und überflüssig zu erwähnen, dass es die Macher dieses Machwerks für unnötig hielten, ein Personenverzeichnis zu erstellen. Wozu braucht der Leser wohl einen Index?

Schluss hier! Die Zeilen des " Zauberhuts" sind mir zu kostbar, um hier alle Missgriffe dieses Werks aufzuführen. Wer sich also über amerikanische Soaps, ihre Geschichte und ihre Schauspieler informieren will, dem bleibt auch in Zukunft nur der Weg ins Netz.
NK

Jovan Evermann, Ulrike Elsäßer, Michael Thiel
Dallas, Denver & Co. Das große Lexikon der amerikanischen Soaps
Imprint Verlag, Berlin 2002

 

 

Termine für Regenbogen-TV

Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, (Kabelkanal 3);

  • Mittwoch, 19.02. 18.30 Uhr und 19.30 Uhr Regenbogen-TV, im Stadtfernsehen tv münster, Kabelkanal 3
  • Mittwoch, 19.02. 22.00 Uhr Regenbogen-TV Videovorführung im KCM, Am Hawerkamp 31
  • Freitag, 21.02. 18:30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Samstag, 22.02. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Sonntag, 23.02. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)

 

 

Queer-Gemeinde

  • Sonntag, 09.02. 19.00 Uhr, Queer-Gottesdienst; Lesben, Schwule und andere Queers feiern Gottesdienst (Info unter 0251/57468), St. Sebastian-Kirche, Hammer straße 135
  • Freitag, 28.02. 19:30 Uhr, Wortgottesdienst der Queer-Gemeinde (Info unter 0251/7625697), Ort: Trinitatis-Kirche, Straßburger Weg 11

 

 

Filmclub im KCM (proudly presents):

Ein Mann sieht Rosa

Francois Pignon, gespielt von Daniel Auteuil, führt als Buchhalter in einer Kondomfabrik ein unauffälliges und monotones Leben. Doch das alles ändert sich, als Pignon zufällig erfährt, dass er entlassen werden soll. Sein Nachbar Belone hat die geniale rettende Idee: Die graue Maus soll sich ganz einfach rosa färben. Und so inszenieren die beiden ein fingiertes Coming Out, indem sie unter der Fabrikbelegschaft eine Fotomontage verbreiten, die Pignon in einer ziemlich heiklen, unzweideutigen Situation zeigt. Und das ist gut so, jedenfalls zunächst, denn Pignons Chef nimmt aus Furcht davor, als intolerant zu gelten, die beabsichtigte Kündigung wieder zurück, bei seinen Kollegen erfreut sich der sexuell Konvertierte plötzlich größter Beliebtheit und sogar die Ex-Ehefrau nebst Sohn bekunden wieder Interesse an ihm.

Doch das neue Leben als Betriebshomo zeigt bald nicht nur seine rosaroten Seiten: Am anderen Ufer schlagen Pignon unverhofft sämtliche schwulen Klischees sowie Wellen schleimigster P. C.-Toleranz entgegen. Und während es immer wahrscheinlicher wird, dass sein Spiel bald auffliegt, überschlägt sich rätselhafterweise ausgerechnet der raubeinige Trainer der betriebseigenen Rugby-Mannschaft Félix Santini (Gérald Depardieu!) förmlich mit warmen Freundschaftsbekundungen gegenüber dem kürzlich erwärmten Bruder.

Dem Regisseur Francis Veber gelang mit diesem Film im Jahre 2001 eine amüsante französische Komödie rund um die P.C., die political correctness. Am Freitag, dem 14. Februar, wird sich im Filmclub somit alles um die gut gemeinte und politisch korrekte Toleranz und deren amüsanten Wahnwitz drehen, wenn Mann es übertreibt. Beginn ist wie immer um 20:15 Uhr im KCM.

Mit diesem Film geht eine kleine filmische Reise nach Frankreich, in deren Verlauf neben dem Klassiker "La cage aux Folles' auch der Film ‚.8 Frauen" und als Late Night Movie im April der Film " Chocolat' zu sehen sein werden, weiter.
Michael Karshüning

Am Freitag, 14.02.2002 ab 20:15 im KCM

 

 

 

Clevere Vertragsgestaltung ohne Partnerschaft (IV)

In jüngster Zeit wurde der Autor mehrfach um Rat bei der vorteilhaften Gestaltung von Versicherungsverträgen in normalen Lebensgemeinschaften gefragt. Für den Zauberhut Grund genug, künftig in lockerer Folge Tipps zur cleveren Vertragsgestaltung für Leute zu geben, die lieber ohne Partnerschaftsurkunde auskommen möchten.

Wie bei der Hausratversicherung gilt auch bei der Rechtschutzversicherung (RS), dass die im Vertrag mitbenannten Personen (d. h. nicht nur Eheleute und Verpartnerte) versichert sind. Der nachträgliche Einschluss des Liebsten ist grundsätzlich möglich.

Die eigentlichen Probleme liegen in der komplizierten Produktgestaltung selber. Denn die recht teuren Rechtschutzversicherungen sind auf einen bestimmten Bedarf zugeschnitten und schließen viele Streitfälle (z. B. in Partnerschaften!) von vornherein aus. Ein ausführliches Beratungsgespräch empfiehlt sich ebenso wie die genaue Lektüre des Kleingedruckten, um den genauen Umfang des Versicherungsschutzes zu kennen. Zudem werden generell nur Kosten übernommen, die nach (!) dem Vertragsabschluß entstehen. Ist das Problem schon entstanden, hilft kein rascher Abschluss mehr. Im Klartext: Nicht erst die Kündigung selbst, sondern schon die drohende Kündigung wirft das Problem auf. Darüber hinaus gelten je nach Rechtsgebiet und Anbieter noch Karenzzeiten (d.h. Zeiten zwischen dem eigentlichen Vertragsabschluß und dem Beginn des Versicherungsschutzes, um Prozesshansel zu verhindern) sowie Selbstbehalte. Die anwaltliche Prüfung auf Erfolgsaussichten vor einer möglichen Inanspruchnahme der Versicherung ist hier ebenfalls zu nennen.

Für Privatpersonen sind im Allgemeinen Arbeits-RS, Miet-RS und Verkehrs-RS von Interesse; die einzelnen Sparten können je nach Anbieter auch kombiniert werden.
Michael Heß

 

 

Kleinanzeigen

 

Hanno ist süß!

 

Zum diesjährigen Valentinstag wünscht Euch der Zauberhut viele Blumen.

 

Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
Ödon von Horvath

 

Seit wann zählt Maitre Calvin zu den Philosophen? Und zwischen KCM und Scott's View wollen wir doch auch einen Unterschied machen, nicht wahr?

 

Danke an alle "Fluthelfer" die mit geholfen haben den Laden am 14.12.2002 trocken zu legen.

 

Wann tritt Martin endlich im Fernsehen auf?

 

Mittwochs im KCM,
Klönen, günstig trinken, Spaß, schwule Bibliothek und vieles mehr...

 
Kleinanzeigen können im
Zauberhut und bei muenster.gay-web.de
aufgegeben werden.

 

Impressum

Zauberhut,
c/o KCM - Schwulenzentrum Münster e.V.,
Postfach 4407, 48025 Münster,
Tel. 0251/665686, Fax. 0251/665661,
E-Mail: zauberhut@muenster.gay-web.de.
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Michael Heß, Stephan Karrenbrock, Michael Karschüning, Norbert Korfmacher (ViSdP), Peter Kramer (Satz), Achim Wahle
Umsetzung für das Internet heinz@muenster.gay-web.de

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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt abzudrucken.
Auflage: 900
Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe jeweils am 10. des Monats

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