Schwule sind Schweine, so sagt ein weit verbreitetes Urteil über uns. Und ja, ich gebe zu: sieht man von einer kleinen Minderheit ab, die tapfer wider den Strom konservative Werte wie die Ehe hochhalten und predigen, wir sind schon rechte Hallodris.
Doch halt: sind wirklich nur wir Schwulen die Schweine?
Die Antwort gab uns allen in der Bild unser aller Schätzchen, unsere Uschi Glas! Staunend & mit großen Augen & offenem Mund las ich Anfang August die Schlagzeile: Uschi Glas spricht aus, was viele Frauen fühlen:
Eigentlich nehme ich Uschi gar nicht zur Kenntnis. Taucht sie auf dem Bildschirm auf, betätige ich zügig die Fernbedienung: schnipp, weg ist sie. Und auch das Scheitern ihrer Ehe wurde von mir hier nicht verbraten.
Aber nun kann ich nicht anders, jetzt wächst bei mir die Erkenntnis: nicht Schwule sind Schweine, nein: der Mann als solcher scheint ein ausgekochtes Ferkel zu sein, denkt er doch nur an das eine: Sex, Sex, Sex!
Und nun kommt die Erlösung, die ich einzig Uschi Glas verdanke: wenn ich das Schätzchen sehe, gibt es für mich eines nicht: Sex, Sex, Sex! Da kenne ich nichts, da werde ich prüde. Und schließe aus dieser Erkenntnis: Schwule sind eben doch keine Schweine.
Warme Grüße
Norbert
Zugegeben: der Sommer 2002 war eine rechte Pleite. Außer Regen nichts gewesen, könnte man sagen. Aber die schwullesbische Familie Münsters hatte Glück. Als wir uns der Bevölkerung mit dem standFest 2002 am 20. Juli präsentierten, lachte die Sonne vom Himmel und die üblichen Kübel mit Wasser blieben bei Petrus und seinen Englein. Das KCM als Veranstalter konnte viele Gruppen als Gäste begrüßen: LIVAS, Gay & Grey, die Schwulen Väter, die Aids-Hilfe Münster, Smart Rhein Ruhr, die Lesben und Schwulen in der Union, die Youngs mit dem LSVD, Gaypeople.de, die Niederlande AG und die TV-Transmäuse.
Auf die bei diesem Anlass übliche Hissung der Regenbogenfahne musste in diesem Jahr verzichtet werden: die Stadt hatte es vorgezogen, an diesem Tag ordentlich zu flaggen. Die Nationalfarben zum standFest: da konnten wir getrost auf unsere Fahne verzichten.
Um 9 Uhr begann der Aufbau, kurz nach 10 Uhr ging es mit dem Programm los, durch das uns Olaf und Peter mit souveräner Hand führten. Besonderer Knüller waren die Leckereien, die am KCM-Stand abgegeben wurden: Lebkuchenherzen mit dem diesjährigen Motto Leben und Leben lassen.
Zur Erinnerung wollen wir Schnappschüsse vom Fest zeigen.
NK

Auch in diesem Jahr veranstaltet das KCM eine Planwagenfahrt für Schwule und Freunde. Wie schon in den Jahren zuvor, freuen wir uns Euch mitteilen zu können, dass es dem KCM wieder einmal gelungen ist einen Termin zu finden, an dem alle (auch die Ehrenamtler) an der Planwagenfahrt durch die schönen (hoffentlich trockenen) Wälder des Münsterlandes teilnehmen können.
Mit Pferd und Wagen möchten wir Euch entführen in die Gemütlichkeit und Geselligkeit einer Runde, die zum Austausch und Knüpfen neuer Freundschaften beitragen soll.
Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr auch viele andere Gruppen in Münster angesprochen fühlen, denn eine solche Gelegenheit ist selten, außer von den Partys und den Mittwoch mal abgesehen. In einer solchen Atmosphäre ist es doch was anderes, zudem hat uns die Vergangenheit gelehrt, wie schön es den Teilnehmern gefallen hat ungezwungen und bei einem Bier oder einer Cola die Fahrt zu genießen.
Wichtig wäre noch zu sagen, dass die Ehrenamtler für diese Fahrt nichts bezahlen, denn ohne solche Freunde, die bereit sind ehrenamtlich tätig zu sein, wäre das KCM gar nicht machbar. Für alle anderen gilt ein Teilnehmerpreis von 5.-Euro für Mitglieder des KCM und 12,50 Euro für alle übrigen Teilnehmer. Die Kosten für die Getränke werden direkt nach der Fahrt beglichen. Zudem wird das Thekenteam ein Grillen nach der Fahrt organisieren.
Wir möchten alle, die Lust auf diese Planwagenfahrt am 7.09.2002 haben, ab ca 14 Uhr in Hiltrup (Ehrenmal an der alten Kirche bzw. am alten Friedhof, direkt an der Westfalenstrasse), bitten sich im KCM an der Theke zu melden; dort liegt eine Anmeldeliste aus. Wir möchten noch darum bitten, dass bei Anmeldung auch bezahlt werden sollte, denn nur so können auch wir planen.
Von Hiltrup aus wünsch ich allen eine schöne Fahrt und hoffe auf rege Anmeldung
Peter Becker
Rechtzeitig zur Herbst/Wintersaison startet das Kulturfrühstück im KCM mit seiner zweiten Auflage des beliebten Kulturfrühstücks. Am Sonntag, den 29.9., kann man und frau wieder ab 10:30 Uhr im KCM lecker frühstücken und die Ohren verwöhnen lassen: Nach ihrem umjubelten Auftritt im März wird das Trio Chizuro Amakawa, Tünde Gajdos und Katja Mengeringhausen wieder Chansons vom Feinsten vortragen.
Der Eintritt einschließlich Futtern vom Buffet liegt wieder bei 6 €uro/Nase. Die weiteren Kult-Frühstücks-Termine sind in diesem Jahr am 3. November und 1. Dezember. Dann kann man anschließend gleich dableiben und sich nachmittags bei Roland und seinen Torten guthalten...
Achim Wahle
Monat für Monat erscheint Münsters großes, buntes Schwulenmagazin, der Zauberhut. Das Erstellen eines Heftes ist eine rechte Plage und große Mühe. Damit alle wissen, wie es geht, hier ein paar Hinweise, wie man einen Artikel im Heft mühelos platzieren kann.
Zunächst: der Zauberhut ist ein relativ offenes Heft. Die Redaktion ist für Artikel immer dankbar. Und in der Regel finden diese auch ihren Weg ins Heft.
Da der Heftumfang in der Regel auf 24 Seiten begrenzt ist (Ausnahmen wollen wir hier taktvoll übergehen), müssen Prioritäten gesetzt werden: Aktuelles muss ins Heft, Rezensionen können auch noch in der nächsten Nummer erscheinen. Gedichte und Kurzgeschichten sind willkommen, da sie das Heft sehr auflockern.
Artikel sollten tunlichst per Mail an die Redaktion geschickt werden. Die E-Mail-Adresse findet sich im Impressum des Heftes. Entweder, der Verfasser eines Artikels packt diesen in die Mail, oder er schickt ihn als Anhang. Dabei bitten wir immer darum, uns keine Word-Dateien mit der schönen Endung doc zu schicken. Bitte schickt uns eure Artikel im RTF- oder TXT-Format.
Bilder sind ein großes Problem im Zauberhut. Da das Blatt ein kleines, unglückliches Format hat, weil dies für den Postversand am günstigsten ist, schränkt das die optimale Möglichkeit, Bilder zu präsentieren, erheblich ein. Es kommt noch hinzu, dass der Zauberhut zwar bunt ist, aber in schwarz-weiß gedruckt wird, denn das KCM als Herausgeber des Blattes ist reich an Talenten und arm an Barem. Es findet also in jedem Fall ein Qualitätsverlust statt. Bilder, auf denen sich viele Leute befinden, sind in der Regel nicht brauchbar für die Veröffentlichung, weil man anschließend im Heft wenig erkennen kann. Die Bilder können als originales Foto im KCM abgegeben werden oder vom Knipser selbst eingescannt und als Datei zur Verfügung gestellt werden. Wer Bilder eingescannt, sollte sie in 300er Auflösung als TIF-Datei abspeichern. Die Bilddatei kann dann auf Diskette oder CD im KCM-Büro abgegeben werden (nicht per E-Mail verschicken!).
Der Redakteur hat hier nach über zwei Jahren einen gewissen Erfahrungsschatz, der sich von Ausgabe zu Ausgabe erweitert. Und auch in diesem Heft mit seinen vielen Bildern kann man bestimmt studieren, was möglich ist - und was eben nicht möglich ist.
Und nun fröhlich ran an die Tasten und nicht entmutigen lassen.
NK
Aus organisatorischen Gründen ist der Redaktionsschluss für die nächste Nummer bereits der 5. September!
Natürlich ist auch das KCM im World Wide Web vertreten. Auf über hundert Seiten findet Ihr Informationen über das KCM und die Gruppen im KCM, Termine, Bilder der letzten Veranstaltungen und auch diesen Zauberhut.
In diesem Jahr wurde die Möglichkeit zur Chat-Beratung (Dienstags von 19:30 bis 20:30 Uhr) eingeführt, die Euch die Gelegenheit gibt, auch ohne Beartungstermin direkt und nicht nur über Email mit unseren Beratern zu kommunizieren. Für Neulinge bietet das Archiv einen guten Überblick über das KCM und die Aktionen der letzten Jahre.
Weil einige Nutzer lieber ohne JavaScript surfen, wurden die Seiten so überarbeitet, dass alle Informationen auch ohne Style Sheets übersichtlich angezeigt werden. Ganz neu ist die Druckansicht, die für den Zauberhut und die Termine angeboten wird.
Es hat sich herumgesprochen, die Gay and Grey Harzrundfahrt war ein toller Erfolg, Spaß pur.
Jetzt wollen wir an diesen Erfolg anknüpfen und das KCM bietet wieder eine Reise an. Die Männer von Gay & Grey planen eine Fahrt nach Holland in den Gran Dorado Park Zandvoort. Reisetermin könnte der 23. oder 30. September sein, jeweils von Montag bis Freitag. Die Kosten für die 4 Übernachtungen betragen pro Person im 6er Bungalow Euro 46,00. Mitfahren kann jeder! Wir werden einen Ausflug nach Amsterdam und nach Haarlem planen. Wir verpflegen uns selbst, haben den Spaß und die Erholung selbst, Anfahrten mit Pkw-Fahrgemeinschaften. Anmeldungen ab sofort, und nur mit gleichzeitiger Zahlung von 50 Euro, bei Wolfgang. Ich freue mich auf Euch!
Wolfgang Knebel
Zugegeben: der Sommer 2002 war eine rechte Pleite. Außer Regen nichts gewesen, könnte man sagen. Auch die schwullesbische Familie Münsters hatte Pech. Als wir uns zur Hissung der Regenbogenfahne am Stadthaus I trafen, war es zwar noch trocken, aber der Himmel verdunkelte sich, und es war recht windig.
Diesmal zog ein prominenter Gast die Fahne hoch: Fritz Krüger, Bürgermeister der Stadt Münster, begrüßte zunächst die Anwesenden und zog dann unter tätiger Mithilfe von Richard Halberstadt und Eksa die Fahne hoch, wo sie ein ganzes Wochenende im stürmischen Wind flatterte. Anschließend spendierte Richard Halberstadt den Anwesenden Sekt und Orangensaft.
NK
Am 30. Juli hatte das Schwullesbische Archiv Besuch vom westfälischen Archivamt. Mit Herrn Conrad hatte sich ein kompetenter Mitarbeiter dieser Behörde eingefunden und gab nützliche Tipps und Hinweise zur fachgerechten Aufbewahrung der Archivalien und zum weiteren Ausbau des Archivs. Stefan Sudmann nutzte die Gelegenheit und präsentierte seinem Gast einige Schmuckstücke aus seinen Beständen. Zugleich konnte er auf die Fotoausstellung im Rathaus verweisen, die im Herbst an dreißig Jahre Schwulenbewegung in Münster erinnern will.
NK
Alles redet über Wahlen. Der Zauberhut, Münsters große, bunte Schwulenzeitschrift, plaudert fröhlich mit. Und wählt mit.
Und weil alle wissen wollen, wie der Zauberhut wählt, soll allen Interessierten hier verraten werden, für wen sich der fachkundige Redakteur des Hutes entschieden hat.
Die Wahl war schwer, die Konkurrenten waren dem Gewinner hart auf den Fersen & Versen. Der grüne Cem Özdemir indes hat sich gerade verabschiedet, Christian Lindner von der FDP in NRW ist zwar geil, aber zu jung, und Stefan Liebich von der PDS hat `n Bart. Heiko Maass von der Saar-SPD ist auch nicht zu verachten.
Am Ende aber blieb nur der Unionskandidat: David MacAllister! Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Niedersachsen ist zweifellos der hübscheste Politiker, den wir in Deutschland haben. Da werde ich schwach....
Und nein: Wahlprüfsteine legen wir unseren Lesern nicht vor. Der Zauberhut geht davon aus, dass ein jeder selbst weiß, was er will. Und wen er will.
Also: 22. September 2002 - Wählen gehen!
NK
Im Jahr Zwei der deutschen Homo-Ehe bringt ein Blick in andere Länder die dortigen Realitäten für schwules Leben ins Bewusstsein. Der folgende, auszugsweise übersetzte Beitrag über einen in die russische Duma eingebrachten Gesetzvorschlag zur wieder beabsichtigten Strafverfolgung Homosexueller wurde der Gay Krant Nr. 463 entnommen.
Anführer der heutigen Kampagne, Homosexualität wieder strafbar zu stellen, ist Gennadi Rajkov von der Partei der Volksdeputierten. Homosexualität ist abartig. Außerdem wurden etwa fünfzig Prozent der HIV-Infizierten durch homosexuellen Kontakt infiziert behauptet Rajkov. Damit negiert er die vielen Untersuchungen, die zeigen, dass sich das tödliche Virus vor allem durch unkontrollierten Drogengebrauch verbreitet. Dennoch erhält der regierungstreue Parlamentarier Zustimmung zu seinem Vorschlag, Sodomie mit einer fünfjährigen Gefängnishaft zu bestrafen. Neben der Kommunistischen Partei sieht auch die extrem rechte Liberal-demokratische Partei (LDPR) in legaler Homosexualität ein Problem. Die LDPR weist vor allem auf die negative demografische Entwicklung in Rußland hin. Jährlich nimmt die Bevölkerung um 800.000 Personen ab. Davor schlug die LDPR das Verbot von Kondomen vor, um die Kinderzahl zu erhöhen. Dieser Vorschlag bekam keine Zustimmung...
Auch die russich-orthodoxe Kirche lies durchblicken, dass sie das neue Gesetz begrüßt. Gennadi Rajkov weist auch mit Nachdruck auf die Position der einflussreichen und populären russisch-orthodoxen Kirche hin. Der gemäßigte Parlamentarier Abdul Nijasow betrachtet ein Verbot der Homosexualität als sinnlos: Es hat wenig Sinn, dieses neue Gesetz anzunehmen. Gut finde ich [aber], dass Homosexuelle einen Arzt konsultieren müssen um zu schauen, ob sie ihr Wesen ändern lassen können. Gelingt das nicht, müssen sie aber in aller Stille weiterleben.
Bei einer Annahme dieses Vorschlages werden die Rechte von sexuellen Minderheiten in Rußland geschändet betonte Oleg Mironow. Der Menschenrechtsverantwortliche bekam Beifall von Homo-Organisationen wie Ja Plus Ja. Deren Rechtsanwalt, Nikita Iwanow, meinte, dass der neue Vorschlag eine Verletzung der internationalen Gepflogenheiten darstellt...
Es bleibt die Frage, ob die Parlamentsmitglieder, die für den neuen Gesetzentwurf stimmen wollen, die Uhr vollkommen zurück drehen können. Seitdem 1993 ein Gesetz angenommen wurde, das Homosexualität nicht mehr strafbar stellt, entwickelte sich vor allem in den großen Städten eine Homoszene. Allmählich dürfen Homosexuelle Hand in Hand auf der Straße laufen... Vor allem im moderaten und modernen Moskau sollte es unmöglich sein, nach über zehn Jahren relativer Freiheit das abgeschaffte Recht wieder einzuführen. Das verhindert aber nicht, daß das neue Gesetz ungeachtet des Protestes vieler Russen mit einer Mehrheit im Parlament rechnen kann. Was die praktischen Folgen sein werden, bleibt ungewiss. Für den 32-jährigen Oleg ist der neue Entwurf allerdings untauglich: Sie können verbieten, was sie wollen, aber meine Liebe zu Alexander wird bleiben."... Sein Freund Alexander hat noch viel Hoffnung: Hoffen wir für die nahe Zukunft einfach das Beste, das ist das Einzige, was wir momentan tun können.
Übersetzung: Michael Heß
Der Minsker Club Babylon ist derzeit das Mekka der belarussischen Lesben und Schwulen (siehe auch Zauberhut Juli/August 2002). Im Juni unterhielt sich Michael Heß mit einem der beiden Geschäftsführer, Igor Shabetnik (Foto), dessen Antworten die immer noch sehr schwierige Situation ahnen lassen. Das Gespräch wurde von Tatjana Goroditschnaja (Minsk) gedolmetscht.
Seit wann gibt es das Babylon?
Das Babylon wurde am 2. Februar 2001 eröffnet und besteht somit seit etwa anderthalb Jahren.
Warum wurde der Club gegründet?
Es gibt in Belarus sehr viele Gays, doch es fehlten lange die Möglichkeiten, um sich in so einem Rahmen zu treffen. Belarus ist ein demokratisches Land und so wurde es möglich, einen Club wie das Babylon zu gründen.
Gibt es offizielle Angaben über den prozentualen Anteil Gays an der Bevölkerung?
Nein, es gibt keinerlei offizielle Untersuchungen, aber man geht allgemein von fünf bis sieben Prozent aus.
Igor, Sie haben Belarus als demokratisches Land bezeichnet. Wie ist die Situation für Gays?
Bis heute haben Gays nicht so viele Möglichkeiten, sich offiziell zu treffen. Aber die demokratische Entwicklung ist in Gang und der Staat verhält sich gegenüber Gays liberaler als früher.
Was sind die größten Probleme im Alltag?
Immer noch sind Gays in der Gesellschaft nicht erwünscht, die negative gesellschaftliche Meinung über Gays ist generell das größte Problem. AIDS und andere gesundheitliche Faktoren bewirken das und es ist sehr schwer, die Menschen zu einem positiven Umgang mit Gays zu überzeugen.
Ist AIDS wirklich eine Bedrohung?
Auch hierzu gibt es keine offiziellen Untersuchungen. Aber wir haben ohnehin ein größeres Problem mit Drogen, als mit AIDS. Hier sind die Gays gut informiert.
Erfahren Sie als Clubbetreiber vom Staat mehr Unterstützung oder mehr Behinderung?
Von staatlichen Stellen erhalten wir keinerlei Unterstützung. Dafür gibt es immer wieder Drohungen, den Club zu schließen. Das heutige politische System hat das bisher aber letztendlich verhindert.
Welches programmatische Profil hat das Babylon?
Es finden spezielle Veranstaltungen statt wie zum Beispiel zur Aufklärung über AIDS. Daneben wird allgemein Werbung für die Belange der Gays betrieben. Und dann gibt es noch die Tanzveranstaltungen, die im Winter zweimal in der Woche erfolgen und im Sommer einmal.
Wie soll es mit dem Babylon weitergehen?
Aus heutiger Sicht wird das Babylon weiter bestehen und Veranstaltungen für Gays anbieten können wie bisher.
Eine letzte Frage: Kennen Sie die Situation in Deutschland?
Leider nicht, aber mein Geschäftspartner ist oft in Deutschland. * Ich war sehr oft in Deutschland und mir fiel auf, dass es mehr Freiheit und Offenheit als hier gab. Es gab auch keinen Unterschied im Alter der Besucher, während in Belarus fast nur junge Leute Clubs wie das Babylon besuchen. Die Älteren sieht man nicht.
Vielen Dank für das Gespräch.
Marimo Ragawa: New York, New York, Panini Comics: Nettetal-Kaldenkirchen 2002, vier Bände.
In diesem vierteiligen Comic geht es um zwei junge Männer, ihren Gefühlen zueinander und auf die Reaktionen ihrer Freund und Familien.
Kain Walker ist 25 Jahre jung und lebt in New York. Von Beruf ist er Polizist. Nach Feierabend geht er in Bars, um sich einen Partner für die Nacht zu suchen. Seine Neigung versucht er jedoch seit seiner Jugend zu verbergen. Das geht so lange gut, bis er Mel Frederics trifft. Mel ist 22, hat blondes Haar und blaue Augen. Kurz: er ist ein richtiger hübscher junger Mann mit einer sehr tragischen Kindheit. Ihm gelingt es, dass Kain akzeptiert, was er ist.
New York, New York ist eine richtig schöne Liebesgeschichte: zwei bildhübsche junge Männer (auch gut gezeichnet), Dramatik, Komik und ganz viel Liebe; stellenweise ist alles sehr schmalzig geraten.
B.H.
Die HuK Münster feiert Jubiläum !
25 Jahre HuK
20 Jahre Regionalgruppe Münster
10 Jahre Gemeindeprojekt Farbe bekennen"
Sonntag, 1. September 2002
Eingeladen sind alle, die die Regionalgruppe einen Teil ihres Weges begleitet haben oder sich ihr verbunden fühlen.
Anmeldung und weitere Informationen:
Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, (Kabelkanal 3);
Der Film handelt von dem Priester Greg Pilkington, der sein erstes Amt in einer Liverpooler Gemeinde antritt.
Greg Pilkington lebt sich in die Probleme seiner Gemeinde ein, erklärt dem Pfarrer Matthew Thomas, bei dem er wohnt, dass er sein Bett nicht mit der Haushälterin teilen darf um dann in die nächste Schwulenkneipe zu gehen, um sich dort abschleppen zu lassen.
Schließlich erfährt er bei der Beichte von dem ständigen Missbrauch des Schulmädchens Lisa Unsworth durch deren Vater und versucht, diese Greueltaten zu beenden.
GB, 1994, 103min, Regie: Antonia Bird, Darsteller: Linus Roache, Cathy Tyson, Robert Carlyle, Tom Wilkinson
Am Freitag, 13. September ab 20:00 Uhr im KCM
Standfest...
Ein großes Lob und Danke an Peter und Olaf die das Standfest so super moderiert haben.
....und einen Kuss für meinen Norbert....
Regenbogenliste: Schwule Mailingliste für Inhaltliches (Schwulenpolitik, Termine, Aktivitäten, Kommentare zu Ereignissen, Meinungen, Erfahrungsberichte, Coming-Out, Beziehung, Liebe, usw.): http://www.beepworld.de/members/regenbogenliste (Münster/Münstersche Bucht)
Interessierte Schwule können sich einschreiben, sich einklinken, durch schicken einer LEEREN E-Mail an regenbogenliste-subscribe@domeus.de
Herr (gay), 56 Jahre alt, sucht...
einmal in den zwei Monaten Unterkunft für eine Nacht in Münster.
Hans Blijdorp, Manschotplein 51, 7121 BL Aalten
Die meisten Ehen sind Blindgänger oder Zeitzünder und dauern länger als beide Weltkriege zusammen. (Karl-Heinz Deschner)
Mittwochs im KCM,
Klönen, günstig trinken, Spaß, schwule Bibliothek und vieles mehr...
Zauberhut,
c/o KCM - Schwulenzentrum Münster e.V.,
Postfach 4407, 48025 Münster,
Tel. 0251/665686, Fax. 0251/665661,
E-Mail: zauberhut@muenster.gay-web.de.
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Michael Heß, Norbert Korfmacher (ViSdP), Peter Kramer (Satz)
Umsetzung für das Internet heinz@muenster.gay-web.de
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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt abzudrucken.
Auflage: 900
Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe jeweils am 10. des Monats
Texte, die veröffentlicht werden sollen, gebt bitte in lesbarer Form als
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