da bin ich doch am 11. November in der Innenstadt in den beginnenden Karneval gestolpert. Ausgerechnet ich, ein norddeutscher Karnevalsmuffel.
Aber zugleich erinnerte ich mich daran, dass nun schon seit geraumer Zeit die Idee in der schwulen Szene Münsters herumschwirrt, einen schwulen Beitrag zur närrischen Jahreszeit zu liefern.
Mit dem KCM stünde ja ein Narrenverein zur Verfügung: Karnevals-Club Münster (gut, dass wollten die Vorstandsschwestern jetzt nicht lesen, und schon gar nicht von mir...). Was braucht man noch? Natürlich einen Karnevalsprinzen. Dafür bietet sich Wolfgang an. Für die Prinzengarde greifen wir auf die kräftigen Kerls von androgym zurück, und als tanzende Funkenmariechen mit Röckchen und Puscheln gibt es bestimmt ein paar Jungschwuchteln, die sich trauen.
Bleibt nur noch die Besetzung der Prinzessin für Prinz Wolfgang. Natürlich hatte ich dabei sofort an mich gedacht, aber es wäre auch denkbar, die (un)bekannte Lesbe zu nehmen, die sich seit einem Jahr immer in den Zauberhut schmuggelt.
Indes ist das Zukunftsgesäusel, weshalb der Redaktion des Zauberhuts nur bleibt, ihren Lesern ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen.
Warme Grüße
Norbert
Ein paar Zeilen soll ich schreiben für den Zauberhut. Für den letzten des Jahres. Münster im Dezember 2001 steht oben - das Jahr geht zu Ende. Zeit für Resümee, Rückblicke, Bilanzen, Rückschauen. Oder aber Zeit für Planungen, Neues, Perspektiven, Ideen, Aussichten. Zeit für Überlegungen: wo geht es hin, das KCM, im nächsten Jahr?
Ich denke, Zeit für Beides.
Acht Monate ist es her, dass der neue Vorstand gewählt worden ist. Acht Monate Zeit, sich einzuarbeiten - Strukturen, Leute, Gruppen im Haus kennen zu lernen. Zu lernen, das Vorstandsarbeit nicht nur gestalten, sondern zu einem großen Teil einfach nur verwalten heißt.
Zu lernen, dass es mit unter nicht einfach ist, die vielen Gruppen, Erwartungen, Ansprüche und Veranstaltungen im Haus unter einen Hut zu bringen, ohne dass jemand auf der Strecke bleibt.
Zu lernen, dass es berechtigte Ansprüche an einen Vorstand gibt.
Klingt sehr genervt, aber tatsächlich ist es so, dass es viel Spaß gemacht hat und auch hoffentlich weiterhin macht. Wir haben ganz schnell festgestellt, dass es viele Hände und Köpfe im Verein gibt, die gerne mittun, mitdenken und mitarbeiten. Hier schon mal ein Dankeschön an alle, mit denen wir im Laufe unserer ersten acht Monate zu tun hatten.
Also, wo geht es nun hin, das KCM, im nächsten Jahr? Wir haben uns viel vorgenommen. Wir möchten das Haus, den Verein öffnen, bekannter machen. Wir möchten das nächste Jahr unter ein Motto stellen, dass sich in allen Veranstaltungen wieder findet. Wie ein roter Faden durch die nächsten 12 Monate zieht. Wir möchten ein buntes Jahr - vielfarbig und schillernd wie das schwule Leben. Kultur - Stichwort Lesungen, Filmabende, Ausstellungen und Kulturfrühstück, Diskussionsrunden, Partys. Natürlich wieder standFest und Teilnahme am CSD. Wir möchten alle Gruppen im Verein motivieren, mit zu machen, mit zu gestalten.
Wir möchten, dass wir in Münster wahrgenommen werden. Wichtig sind. Wir möchten ein offenes Haus sein, Gastgeber und Veranstalter. So - denken wir - hat das KCM eine Perspektive und wir alle ein tolles Jahr vor uns. Vielleicht kann man sagen: KCM - Coming in coming out.
Euch Allen schöne Weihnachten und kommt gut ins nächste Jahr.
Für den Vorstand
Stephan Karrenbrock
Solange es das noch gibt ... und ich es erleben darf, diesen Sonnenschein, diesen Himmel, an dem keine Wolke ist, so lange kann ich nicht traurig sein. Anne Frank, Tagebuch vom 23.2.1944
Sich der gemeinsamen Geschichte und gegen das Vergessen erinnern - heute ein Luxus von besonderer Art. Unter dem Motto Overeenkomsten Verbroederen - Gemeinsam der Toten gedenken fuhren am 3. November 25 Deutsche und Niederländer zur Gedenkstätte Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide. Veranstalter der Reise waren LIVAS und KCM in Kooperation mit den Freunden vom niederländischen COC Twente/Achterhoek. Unsichtbar mit im Bus saß noch das schwule Netzwerk NRW als Finanzier der Reise.
Unter der sachkundigen Reiseleitung von Peter (KCM) erinnerte man sich gemeinsam an das dunkelste Kapitel gemeinsamer Geschichte. Denn Bergen-Belsen war auch ein Lager für niederländische Juden, die aus dem KZ Westerbork überstellt wurden. An einen Ort, der heute an eine Weltanschauung erinnert, die für Andersdenkende oftmals den Tod und Gefangenschaft, mindestens aber Ausgrenzung und Überwachung vorsah. In seiner Rede erinnerte Michael (KCM) an die millionenfachen Opfer: Christen und Kommunisten, Familienväter und Schwule, Kinder, Frauen und Männer - wer nicht ins nationalsozialistische Raster vom Herrenmenschentum passte, hatte ohne rechtsstaatliche Grundlage mit dem Schlimmsten zu rechnen. Gesehen in Filmaufnahmen über die unbeschreiblichen Zustände im Lager nach dessen Befreiung. Denn erinnern hilft zu vermeiden, solange der Schoß, der Bergen-Belsen hervorbrachte, noch fruchtbar ist.
Als Todesort von Anne Frank hat Bergen-Belsen für Niederländer eine ganz besondere Bedeutung. So stellte Truus (COC Twente/Achterhoek) mit Blick auf Anne Frank fest: Liest man heute ihr Tagebuch, so scheint es, als sei das jahrelange Versteck der Familie Frank gerade wegen seiner Beengtheit ein Ort geworden, über die Weite der Welt nachzudenken und darüber, was Grenzen des Miteinander ausmacht und was nicht. Sehr zufrieden äußerte sich auch Eksa (LIVAS): Diese gemeinsame Fahrt von Bürgern und Bürgerinnen beider Staaten zeigt, wie unkompliziert das Miteinander über Grenzen hinweg sein kann. Für manchen Teilnehmer erschlossen sich bisher unbekannte Zusammenhänge; lebhaft wurde während der Fahrt nicht nur über Alltagsprobleme diskutiert, sondern auch über Aufarbeitung und Geschichtsbilder, über Schuld und Sühne.
Besonderer Dank gilt schließlich Stephen Staples, der den Bus mit viel Routine, Cockney und noch mehr britischem Humor um alle Probleme herumlenkte.
Michael Heß
Homosexuelle Opfer des Naziregimes können jetzt Entschädigung beantragen. Wer in einem Konzentrationslager interniert war, Zwangsarbeit geleistet hat oder während der NS-Zeit als Flüchtling an der Schweizer Grenze abgewiesen oder in der Schweiz verhaftet wurde, kann jetzt bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM) einen Antrag stellen. Die IOM nimmt die Entschädigungszahlungen für homosexuelle Opfer sowohl im Rahmen des sogenannten Schweizer Bankenvergleichs und als auch für die deutsche Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft vor. Alle Anträge müssen bis zum 31. Dezember 2001 gestellt werden.
Aufgrund des hohen Alters und ihrer teilweise schwierigen Lebenssituation sind homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus nur schwer zu erreichen bzw. zu informieren. Die IOM hat deshalb eine Informationskampagne gestartet, um über die Medien und schwul-lesbische Netzwerke eine möglichst breite Öffentlichkeit herzustellen.
Mehr Informationen über die laufenden Entschädigungsprogramme erhalten Sie auch unter http://www.iom.int.
Michael Stuber,
Richard-Wagner-Strasse 25,
50674 Köln,
Tel.: 0221/22212-50,
Fax: 0221/22212-51,
Email mi.st@NetCologne.de
Es ist keinem entgangen: der November-Zauberhut ist nicht erschienen.
Bernd Fehr, der den Zauberhut seit April 2000 gesetzt hat, bat um seine Entlassung. Sein Beruf ließ ihm kaum noch Zeit, der recht zeitintensiven Tätigkeit für den Zauberhut nachzukommen. So wurde er in Gnaden entlassen. Für die Zusammenarbeit und sein Wirken für den Zauberhut will & muss ich mich an dieser Stelle bedanken. Nicht alles, was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir verwirklichen, aber wir haben den Zauberhut gemeinsam ein Stück voran gebracht. Oder weniger salbungsvoll: es hat Spaß gemacht mit Bernd!
Mit Peter Kramer war ein im KCM nicht unbekannter Nachfolger gefunden, doch in der Praxis zeichnete sich ab, dass der Stabwechsel nicht reibungslos ablaufen würde. Der Vorstand wurde auf die Probleme rechtzeitig hingewiesen, aber Überlegungen, den November-Zauberhut nicht erscheinen zu lassen, wurden von allen Beteiligten verworfen, auch von mir, obwohl gerade ich es als verantwortlicher & erfahrener Redakteur hätte besser wissen müssen.
Der Zauberhut wurde fertig, aber er wurde so spät fertig, dass seine Auslieferung erst um den 10. November geschehen wäre. Das war nicht mehr zu vertreten. So wurde beschlossen, den Zauberhut für November nicht erscheinen zu lassen.
An dieser Stelle ist daher eine Entschuldigung bei unseren Lesern und unseren Werbekunden fällig.
Es tut uns leid, dass wir es nicht rechtzeitig geschafft haben, und wir bitten um Nachsicht.
NK
Am 27. Oktober war es wieder so weit, das KCM feierte mal wieder unter dem Motto: Enjoy The Party! Nun bereits zum dritten Mal und dies mit wachsender Begeisterung. Ich möchte hier einmal die Gelegenheit nutzen, um allen Helfern (die auch nach der Party noch zahlreich beim Abbauen waren) zu danken. Special thanks an Volker und sein Team welches hervorragende Arbeit geleistet hat!!! Ohne Euch wäre diese geile Party nicht möglich gewesen!
Und natürlich gilt ein riesen Dank auch allen die so zahlreich erschienen sind. Ich hoffe, alle hatten eine Menge Spaß und sind wieder dabei wenn es heißt: Enjoy The Party 4!!!
Andre G.
Gute Stimmung, tolle Musik & viel Volk gehören einfach zum wiederkehrenden KCM-Event. Zweimal im Monat, regelmäßig.
Das KCM lebt von seinem ehrenamtlichen Engagement. ca. 50-60 Freiwillige spenden dem Verein einen Teil ihrer (Frei-)Zeit, indem sie u.a. am Telefon Beratungsarbeit leisten, Coming-Out-Gruppen leiten, an der Kasse die Besucher begrüßen, an der Theke reinen Wein einschenken, Lese-Ratten beraten, Filme vorführen, Geschichten vorlesen oder wichtige Entscheidungen für den Verein bei Vorstandssitzungen treffen: Jedem sei für seine Leistung herzlichst gedankt!
Und alle sind herzlich eingeladen zum Weihnachtsessen - aus logistischen Gründen schon etwas vorgezogen - am 02.12.01 um 19 Uhr in der Gaststätte Wefers (ehemals Elisabeth zur Aa) an der Bergstraße in Münster.
Neu, neu, neu im KCM: Ab Januar bietet das KCM, gemeinsam mit LIVAS, einmal monatlich ein Kulturfrühstück an: Relaxtes Frühstücken vom Büffet zu erschwinglichen Preisen, dazu ein abwechselndes Kulturprogramm: So soll es mal einen Film oder eine Lesung geben, vielleicht auch Live-Musik oder eine Vernissage?
Den ersten Termin schon mal vormerken: Sonntag, 6.01.02, ab 11 Uhr. Näheres darüber im Januar-Zauberhut!
Am 1. Januar 2002 hat die Deutsche Mark ausgedient, der Euro kommt. Für das KCM-Mitglied ändert sich zunächst einmal gar nichts, denn der Mitgliedsbeitrag wird von der DM in den Euro umgerechnet. Wie weit man dann rundet, mag die kommende Mitgliederversammlung beschließen.
Gerundet werden auch die Getränkepreise: und zwar nach unten. Die Getränkekarten selbst werden dann allerdings 6 Euro kosten. Wofür der durstige Westfale schlankerhand vier Bier bestellen und in sich kippen kann.
Leicht erhöht werden die Fördermitgliedsbeiträge für KCM & anders leben: sie betragen dann vier Euro. Oder anders: die KCM-Mitgliedschaft lohnt und rechnet sich mit DM oder Euro in jedem Fall.
Anfang 2002 wird eine neue Rosa Telefon Gruppe die telefonische Beratung im KCM übernehmen und die bisherigen Ehrenamtler ablösen. Voraussichtlich wird hierzu Anfang Februar ein Infoabend stattfinden, dem ab Ende Februar eine (natürlich kostenlose) Fortbildung zur telefonischen Beratungspraxis folgen wird. Interessenten können sich bereits jetzt in der offenen Sprechstunde (Mittwochs zwischen 17:30 und 19:30 Uhr unter 0251-664342) oder im KCM-Büro (Tel.: 0251-665686) melden.
Am ersten Sonntag im November hieß es wieder für viele: Runter vom Sofa, rein ins KCM! Diesmal gab's wieder was besonderes: zum einen hatte Roland uns gleich zwei Schwarzwälderkirsch-Torten gebacken (Danke Roland und Thomas), zum anderen konnte jeder, der denn wollte, beweisen, dass er nicht nur Romee und Canasta beherrscht, sondern auch im Zusammenspiel von Dulle und Rehdame den vollen Überblick hat. Bis in den späten Abend wurde, mit Begleitung von netter (na ja) Hintergrundmusik gezockt, was die Karten hergaben.
Für die, die besonders gut waren, gab's auch wieder was nettes zu gewinnen. (An den Weinflaschengewinner: Wenn Sie noch nicht leer ist helfe ich gern.)
Andre G.
Am 17. Oktober trafen Frank Treutler und seine Kollegin Ria Schwering von der städtischen Antidiskriminierungsstelle mit dem im Frühjahr gewählten KCM-Vorstand zusammen. In einer lockeren Atmosphäre wurden gemeinsame Projekte für die Zukunft besprochen. So ist für das kommende Jahr der Aufbau eines Jugendreferats geplant. Bereits in der Vergangenheit war die Zusammenarbeit des KCMs mit der Arbeitsstelle Antidiskriminierung vertrauensvoll und erfolgreich.
NK
Sie machen anno Null-Eins einen Abstecher nach Münster: Sinter Claas und seine beiden zwarten Piets fahren über die grüne Grenze in unsere schöne Stadt und hierselbst direkt ins KCM! Am Sonntag, dem 2. Dezember ist es soweit. Um 15 Uhr beginnt das Spektakel mit Kaffee & Kakao & Kuchen. Und natürlich den strafenden drei Hauptakteuren, die so fatal an den fiesen Knecht Rupprecht der Kinderzeit erinnern. Nun denn, mit einem Gedicht oder einem Lied auf den Lippen ist mit den Dreien jeder Deal zu machen und kommt man in den Genuss seines Präsentes. Denn zu Sinter Claas gehört ein Brauch, der andernorts als Wichteln populär ist. Nach der unvergesslichen Gaudi letztes Jahr in Enschede ist der Weg diesmal also kürzer. Gäste sind herzlich willkommen, doch vergesst neben der guten Laune bitte nicht das kleine Präsent (maximal ein Zehner bitte).
Michael Heß
(Hier kann der Redakteur nicht anders, obwohl er in sein Kopfkissen mit dem Bild von Helmut Kohl gebissen hat, um es sich zu verkneifen, aber ... wegen seiner vielen Artikel wird der Nikolaus Michael sicherlich reichlich beschenken, da diese jedoch tendenziös und linkslastig waren, gibt's vorher die Rute, und nicht zu knapp.)
Aktionstage junger Lesben und Schwuler gegen Rechts und so - NRW 2001
Unter dem Motto Ich bin stolz führen lesbisch-schwule Jugendtreffs in NRW von September bis Dezember 2001 Aktionen durch, die eine Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im persönlichen wie im gesellschaftlichen Erleben junger Lesben und Schwuler und mit ihnen befreundeter Jugendlicher fördern: Wie erleben junge Lesben und Schwule Rechtsextremismus in ihrer Umgebung? Was heisst es für junge Lesben und Schwule heute, gegen Rechts zu sein? Wie steht es dabei um eigene Diskriminierungserfahrung und um den eigenen Stolz?
Über alle Aktivitäten kann man sich auf der Homepage www.ich-bin-stolz.de informieren. So findet zum Beispiel in Gelsenkirchen ein Theaterimprovisationsworkshop statt. Außerdem planen Jugendliche von dort eine Bildungsfahrt nach Köln und Bonn. Video- und Filmabende in vielen Jugendgruppen führen zu Diskussionen und sollen eine niedrigschwellige Berührung mit der Thematik erleichtern. Außerdem wurde die Komposition eines auf den Musikgeschmack Jugendlicher abgestimmten Songs in Auftrag gegeben. Höhepunkt wird ein NRW-weiter Event am 9. und 10. November in Köln sein. Am 9. November wird ab 22 Uhr die anyway-Party U27 im Kölner GLORIA das Motto Ich bin stolz aufgreifen. Am 10. November finden dann ab 11.30 Uhr den ganzen Tag über Aktivitäten statt, die vom Jugendzentrum anyway aus koordiniert werden. Aktionen im öffentlichen Raum und Trainings gegen Gewalt sollen an diesem Tag stattfinden sowie altersgemischte Talks und die Prämierung von Videos und Fotos, die die Jugendlichen im Laufe des Projekts erstellen.
Die Jugendlichen werden auch Videos produzieren, in denen sie ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Ich bin stolz und gegen Rechts und so schildern. Das gleiche gilt für Fotos oder Fotostories zum Thema. Wichtiger Bestandteil der Projekte ist ein Meinungsforum im Internet www.ich-bin-stolz.de Was meinst DU?, in dem ein Dialog zum Thema ich bin stolz und gegen Rechts und so angeregt wird. Die Homepage wird über eine Postkarte beworben. Das gesamte Projekt wird anschließend auf einer CD-ROM ich-bin-stolz dokumentiert mit Videos, Fotos und Projektberichten.
Die Jugendlichen werden unterstützt vom Schwulen Netzwerk NRW e.V., vom LSVD Lesben- und Schwulenverband Deutschland Landesverband NRW e.V., der LAG Lesben Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW, dem Jugendnetzwerk LAMBDA NRW e.V., dem Jugendzentrum anyway im Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. und vielen weiteren regionalen Kooperationspartnern. Das Projekt wird finanziert aus dem NRW-Landesprogramm JUGEND GEGEN RECHTS und dem Bundesprogramm JUGEND FÜR MEHR TO-LERANZ UND DEMOKRATIE - GEGEN RASSISMUS, FREMDENFEINDLICHKEIT UND ANTISEMITIS-MUS und wird vom Deutschen Jugendinstitut DJI in Leipzig wissenschaftlich begleitet. Wer bei diesem Projekt mitmachen möchte und dafür Unterstützung haben will, der wendet sich an den Projektkoordinator für NRW: Alexander Popp iD iNNOVATIVE DIENSTE KÖLN info@ich-bin-stolz.de
Alexander Popp iD iNNOVATIVE DIENSTE KÖLN
Sieben Jahre nach dem Erscheinen des legendären Schwulenführers Kiepenkerle - Klappengänger für Münster ist nun ein neuer Szenenführer erschienen.
Christian Büning hat sich für die Fachhochschulschwulen hingesetzt und eine Schrift erstellt, die Auskunft geben will, wo man was findet.
In kurzen Beiträge beschreibt Büning Einrichtungen, Institutionen und Orte, die der gewöhnliche Schwule aufsucht oder aufsuchen kann. Von A wie Aids-Hilfe über K wie KCM bis hin zu Z wie Zauberhut findet sich ein buntes Panoptikum schwulen Lebens, welches der Autor mit leichter Hand vorstellt.
Investigativer Journalismus stand indes nicht auf seiner Prioritätenliste, denn Büning bezog einen Großteil seiner Informationen aus dem Internet. Das merkt man, wenn man sich über die darbende und in Veränderung begriffene Klappenkultur Münsters informieren will.
Gleichwohl: schwules, schwules Münster ist vom Layout her ansprechend und nett gemacht und bietet auch Frischlingen einen ersten, wenn auch nicht vollständigen Überblick und Einstieg in Münsters warme Szene.
NK
schwules, schwules Münster,
bearbeitet von Christian Büning für die Fachhochschulschwulen u.a.,
Münster 2001.
Am 21. November wurde in einer Pressekonferenz im Paritätischen Zentrum am Hafenweg bekanntgegeben, daß ein Verein Sozialsponsoring Münster e. V. gegründet worden ist. Der unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Tillmann stehende Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Idee des Sozialsponsoring auch in Münster bekannt zu machen und so neue Geldquellen für die 18 gemeinnützigen sozialen Einrichtungen zu erschließen, die hierbei zusammenarbeiten - darunter auch das KCM und anders leben.
Sport- und Kultursponsoring sind in unserer Gesellschaft seit langem bekannt. Sie werden tagtäglich von vielen Firmen als Werbemittel eingesetzt., sagte die 1. Vorsitzende Gisela Holtz auf der Pressekonferenz und fuhr fort: "Nun ist es an der Zeit, dieses erfolgreiche Modell auch auf den sozialen Sektor zu übertragen.
Und wie funktioniert das Ganze?
Für einen bestimmten Jahresbetrag (je nach Größe der Firma ab 1000 Euro) erwirbt ein Unternehmen das Recht, das Logo "Sozialsponsor in Münster" für seine eigenen Werbezwecke zu verwenden. Gemäß dem Slogan "Wenn Sie dieses Zeichen sehen, hat ein Unternehmen schon etwas Gutes getan. In Münster." demonstriert die Firma so ihr soziales Engagement und schafft sich so Wettbewerbsvorteile auf dem Markt. Die Aufgabenbereiche der Mitgliedsorganisationen sind dabei so weit gestreut, dass das Unternehmen nicht Gefahr läuft, mit einem etwa vorhandenen negativen Image von Begriffen wie Psychiatrie, Haftentlassene, schwul, alt, behindert oder sexuelle Gewalt identifiziert zu werden.
So wird ein weiteres Motto des Sozialsponsoring in die Tat umgesetzt: Werben und erfolgreich helfen.
Weitere Informationen bei: Sozialsponsoring@muenster. de
Der Völklinger Kreis e.V. (VK) - Bundesverband Gay Manager - hat die deutsche Wirtschaft aufgefordert, härter gegen Diskriminierung in Unternehmen vor zu gehen.
Der Bundesvorsitzende des Verbandes, Klaus R. Weinrich, sagte zu Beginn der Mitgliederversammlung und Zehnjahr-Feier des VK am Freitag in Köln, die Wirtschaft trage eine gesellschaftliche Verantwortung und dürfe Mobbing und Diskriminierung gegenüber homosexuellen Mitarbeitern und Führungskräften nicht länger tolerieren. Weinrich forderte die Unternehmen auf, sich selbst zu einem toleranten Betriebsklima zu verpflichten und Anti-Diskriminierungs-Richtlinien in den Unternehmensgrundsätzen fest zu schreiben.
Wer als Vorgesetzter einen schwulen Mitarbeiter oder andere Minderheiten diskriminiert - egal, ob offen oder versteckt - sollte mit Konsequenzen rechnen müssen, sagte Weinrich. Die Firmen sollten zu disziplinarischen Maßnahmen wie Abmahnung, Versetzung oder gegebenenfalls Kündigung greifen, forderte Weinrich und sagte: Der Gesetzgeber hat mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz deutlich gemacht, dass Diskriminierung in Deutschland unerwünscht ist. Jetzt muss die Wirtschaft folgen.
Positive Beispiele gebe es bereits - besonders in großen, international tätigen Unternehmen. Vorbild sei vor allem die Ford-Werke AG. Bei Ford ist Toleranz nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern in den Firmenrichtlinien fest geschrieben, lobte der VK-Vorsitzende. Diversity, übersetzt Vielfalt, werde bei Ford groß geschrieben und durch alle Hierarchien bewusst gelebt, so Weinrich. Der Kölner Automobilhersteller wurde im April diesen Jahres in der Frankfurter Börse vom Völklinger Kreis für sein Managementkonzept, das Minderheiten im Unternehmen nicht nur schützt, sondern fördert, mit dem so genannten Max-Spohr-Managementpreis ausgezeichnet.
VK-Pressestelle, Thomas Meier
Wir amüsieren uns zu Tode - ahnte der US-amerikanische Soziologe Neil Postman vor 20 Jahren. Es ist ein lustvoller, ekstatischer und schleichender Tod, der uns erwartet. Denn die geistig Verhungerten unter uns machen keinen darbenden Eindruck. Sie werden auch das Ende der schwulen Presseschau klaglos hinnehmen, ja, nicht einmal bemerken. Im September erschien die definitiv letzte Ausgabe dieses seit 1972 erschienenen Blick von außen auf Lesben und Schwule. Um genau zu sein: Auf Lesben erst seit 1995. Nun ist er also weggefallen, dieser leserfreundlich aufbereitete Blick über die deutsche Postille und einen Ersatz kann man sich gar nicht vorstellen. Zu genau war die Arbeitsweise, zu systematisch die Aufbereitung, zu sachlich der Stil. Monat für Monat zu lesen, was es im deutschen Blätterwald an schwul-lesbischem Rauschen gab - dieses Vergnügen ist keines mehr. Gründe für das Ende aber gab es viele: Der Wandel der Berichterstattung, das Alter der Initiatoren, die gesellschaftliche Normierung von Homosexualität. Die fehlenden Finanzen waren am Ende nur noch der Anlaß für den Weglaß. Mehrfache Aufrufe zu Spenden blieben folgenlos - zu vielfältig sind die kostenpflichtigen Verlockungen des Amüsements als Lebensstil. Postman's Vision vom Ende des vernünftigen Gemeinwesens wird durch das Ende der schwul-lesbischen Presseschau nicht entkräftet. Im Gegenteil.
Michael Heß
P.S. Wer eine vergnügliche und informative Lektüre für den herbstlichen Leseabend sucht, kann in der KCM-Bibliothek die letzten Jahrgänge ausleihen. Es lohnt sich wirklich. Vielen Dank auch an Jan Anderson (Münster) für die freundliche Weitergabe der Hefte an die KCM-Bibliothek.
Am 22. August des Jahres erhielt der frisch verpartnerte Georg F. einen Brief vom Arbeitsamt Berlin-Südwest. Unter dem Betreff Arbeitslosenhilfe war zu lesen: Sie beziehen laufend die o. g. Geldleistung. Während des Bezugs dieser Geldleistung sind Sie verpflichtet, nach § 60 (1) Nr. 3 des Sozialgesetzbuches - Erstes Buch - (SGB I) im Leistungsverfahren mitzuwirken. ... Im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflicht bitte ich Sie, bis spätestens 10.09.2001 folgende Unterlagen bzw. Nachweise vorzulegen: Es wird eine Kopie der Heiratsurkunde und die Verdienstbescheinigung des Ehegatten benötigt. Ihre Mitwirkung ist erforderlich, weil ohne die erbetenen Unterlagen bzw. Nachweise nicht festgestellt werden kann, ob und inwieweit ihr Leistungsanspruch unverändert fortbesteht ... Sollten Sie bis zum o .g. Zeitpunkt nicht antworten ... werde ich die Geldleistung bis zur Nachholung der Mitwirkung ganz entziehen. Die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen sind in der Anlage abgedruckt.
Nun dachte sich Georg F. wahrscheinlich, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird. Schließlich sei eine Lebenspartnerschaft keine Ehe und so bestehe noch kein Anspruch des Sozialhilfeträgers auf derartige Auskünfte. Dies solle erst im Ergänzungsgesetz geregelt werden. Georg F. legte also Widerspruch ein, fügte eine Rechtsmittelbelehrung im obigen Sinne bei und erstellte gegen das Arbeitsamt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Nötigung gemäß § 240 StGB.
Gleichzeitig war er so klug, Beistand bei den Verfechtern des Lebenspartnergesetzes zu suchen. Indes, was dem Volksmund geläufig, bedachte Georg F. leider zu spät: Die größten Äpfel sind oft madig. Denn der um Hilfe ersuchte Manfred Bruns (früher schwulenjagender Staatsanwalt, heute Sprecher des LSVD) orakelte zurück: Du wirst mit Deinem Widerspruch keinen Erfolg haben. Genauer und förmlicher wusste es Maria Sabine Augstein (gleichfalls Sprecherin des LSVD): Ihre in dem Schreiben an das Arbeitsamt dargelegte Rechtsauffassung ist leider falsch. Eingetragene Lebenspartner des Arbeitslosen sind dem Arbeitsamt gegenüber über ihr Einkommen und Vermögen auskunftspflichtig. ... Das LPartG hat die diesbezüglichen Vorschriften im Recht der Arbeitslosenhilfe (§ SGB III) ausdrücklich geändert. Dass das Ergänzungsgesetz nicht in Kraft getreten ist, ändert daran nichts. Die Vorschriften über die Arbeitslosenhilfe bedurften nicht der Zustimmung des Bundesrates und sind daher bereits geltendes Recht.
Kommentar des aus allen (rosaroten) Wolken gefallenen Paares zur Gesetzeslage: Nun müsse man sich gelinde gesagt, verarscht vorkommen. Kommentar des Autors: Die größten Äpfel...
Zusammenstellung der Zitate: Michael Heß; aus: Gigi Nr. 16, S. 22 ff.
Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, (Kabelkanal 3);
Gregor von Gay & Grey liest ausgesuchte Texte zur Weihnachtszeit
Am Freitag, 14. Dezember 2001 ab 20:00 Uhr im KCM
Das Erstlingswerk des neunzehnjährigen Autors beginnt mit einer brillianten Eröffnung, die auch dem dümmsten Leser deutlich macht, dass dies kein schlechtes Buch ist. Wunderlich gibt allen recht, die ihm nach der Schule keine berufliche Perspektive gaben: dieses Elend ist vorbei, er wird Schriftsteller.
Der junge Mann hat was zu erzählen.
Als geldgieriger Teenager, der unfähig ist, mit seinen Eltern zu reden, wird ihm vor seinem 16. Geburtstag eröffnet, dass er Krebs hat. Sein Sportlerleben hat ein jähes Ende, Wunderlich findet sich bei Ärzten im Krankenhaus wieder. Der Weg vom ersten Zusammenbruch über anfängliche Fehldiagnosen bis hin zur Einweisung ins Krankenhaus zwecks Einleitung der Chemotherapie wird in der ersten Hälfte des Buchs beschrieben, es folgt der monatelang Kampf gegen die Krankheit in der zweiten Hälfte mit kleinen Triumphen und großen Niederlagen. Dieser zweite Teil lässt es gelegentlich an der Detailfreude mangeln, aber am Ende war das die richtige Entscheidung. Manko des Buches: gelingt ihm die Einbindung seiner Eltern in seine Geschichte, bleiben Ärzte und Krankenhauspersonal gesichtslose Figuren, die in weißen Kitteln durch sein Krankenzimmer huschen.
Das Verhältnis zu seinen Eltern bleibt wunderlich. Wie er selbst einräumt, findet er keinen Draht zu ihnen. Beide Seiten können nicht miteinander reden. Am Krankenbett erträgt er sie nicht, obwohl er sie bitter braucht. Gleich der erste Tag seiner Chemotherapie führt dies vor: er krümmt sich vor Schmerzen, bettelt die Schwester um Hilfe an und bekommt nur eine schäbige Pille; die Mutter, die im Augenblick dieser Erniedrigung das Feld betritt, kümmert sich um ihren Sohn. Das stellt er wohl rückschauend fest, aber es ändert nichts an seiner Sprachlosigkeit.
Sprachlosigkeit herrscht auch gegenüber den Freunden. Er weiht sie nicht ein in seine Krankheit ein. Am Ende der Geschichte ist er geheilt und ohne Freunde.
Gelegentlich bleibt er oberflächlich. Er möchte die Krankenschwestern vernaschen und poppen, seine Sexualität wird angesprochen, aber wie er mit ihr angesichts der Krankheit umgeht, wie und ob er sie lebt, sagt er nicht.
Am Ende des Buches hat es Wunderlich geschafft: der Krebs ist besiegt, statt Geld wünscht er sich für die Zukunft Gesundheit. Und er wird Schriftsteller.
Aus eigener Erfahrung weiß der Rezensent: wer das geschafft hat, was Burkhardt Wunderlich geschafft hat, der schafft alles. Auch das erste Buch.
NK
Er liebe Walzer, weil einem dabei immer schön schwindlig werde - so der Chansonier Tim Fischer zu seinem aktuellen Programm Walzerdelirium. Der Name ist Programm, denn Fischer seufzt sich im Dreivierteltakt durch das Programm. Musikalisch trifft er dabei unter anderem Cora Frost, Freddy Mercury, Rio Reiser und Tom Waits. Die langen Haare sind ab, das Androgyne kommt erst recht zur Geltung und damit etwas unbestimmt Ästhetisches, das man mit dem Signum schwul nicht genau trifft. Aber es gibt keine bessere Umschreibung von Fischers Stil, die vielen Vorlagen eigenwillig aufzulegen, Unschwules mit einem schwulen Raster zu formatieren. Die Mondäne beschreibend, die zu aufgetragen wirkt, um als echt durchzugehen. Fischers manierierter Stil erzeugt eine sentimental journey, aber sein Schweben raubt manchen Vorlagen leider deren (bitterböse) Ursprünglichkeit. Und das ist schade, kennt man die ungeglätteten Originale (wünschenswert deutlich zeigen es Waits' Broken Bicycles und Hirschs Komm großer schwarzer Vogel). Weites Feld. Zum Singer/Songwriter fehlt dem Oldenburger eben ein erhebliches Quantum Lebensleid, aber das kann ja noch kommen. Bei alledem ist die sparsame, pianodominierte Instrumentierung maßgeschneidert auf des Künstlers Stimme arrangiert. Als Diva, als Matrose, als Philosoph, gibt er sich auf der live aufgenommenen Doppel-CD 27-mal die Ehre. Am 1. Dezember des vergangenen Jahres hatte Fischers neues Programm Walzerdelirium im Berliner Luftschloß Premiere; am 17. November dieses Jahres wird der Künstler mit diesem Programm in Münster gastieren.
Michael Heß
(Weitere Informationen sind erhältlich unter www.timfischer.de)
Am 9. November versammelte sich ein gutes Dutzend Neugieriger, um dem Berliner Literaten Ulrich Menge bei seiner Lesung aus seinem Werk Die Granitz-Papiere zu lauschen. Das Datum war gut gewählt, denn traditionell gedenken die (meisten) Deutschen an diesem Tag der Vernichtung jüdischen Lebens. Die Nazi-Barbarei war auch Gegenstand der Lesung von Ulrich Menge: er schildert das Ende eines Schwulen im 3. Reich.
Autor Menge beeindruckte seine Zuhörer nicht nur durch seine Lesung, er ließ sich auch noch die gut gefüllte KCM-Bibliothek zeigen und stiftete dem Verein noch eine Ausgabe seines neuesten, druckfrischen Werks.
Leider wurden junge Leute bei dieser Veranstaltung nicht gesichtet.
NK
Wenn der Heilige Abend kommt
und Millionen Sterne stumm erstrahlen,
Wenn die Geigen leise schluchzen
und die vielen Kerzen ruhig brennen,
Wenn die Kirchenglocken läuten
und der Kinderchor frohe Weihnachtslieder singt,
Wenn die weißen Flocken fallen
und der Schnee die Erde gnädig zudeckt,
Wenn sich die Familien sammeln
und im Weihnachtswunder kurz verharren,
Wenn die Menschen Päckchen tauschen
und in Fried' und Liebe fast vergehen,
vermisse ich dich unendlich.
Von mir aus nehmt den ganzen Weihnachtsplunder.
Ich geb' ihn gern', wär' ich dafür bei dir.
Noch lieber allerdings, teilte ich den Weihnachtskitsch mit dir.
Jörg Fischer
Eigentlich läuft für Nick Marshall alles nach Plan. Er ist ein erfolgreicher Werber, Vater einer Tochter im besten Teenageralter und rechnet fest mit einer Beförderung. Als dem echter Macho dann aber die jungem erfolgreiche Darcy McGuire vor die Nase gesetzt wird, beginnt für ihn die heile Männerwelt zu bröckeln.
Doch es kommt noch schlimmer: Er wird beauftragt, eine neue Werbekampagne für Strumpfhosen, Lippenstift und Enthaarungswachs zu entwickeln! Da ihm die Ideen ausgehen, probiert er diese weiblichen Schönheitsartikel in seiner Verzweiflung am eigenen Leib aus und wird dabei prompt von seiner Tochter und ihrem neuen Freund ertappt.
Geschockt verliert Nick das Gleichgewicht und fällt samt Fön in die Badewanne. Als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, beginnt für ihn ein völlig neues Leben: Er hört plötzlich, was Frauen denken!
Am Freitag, 21. Dezember 2001 ab 20:00 Uhr im KCM
Der eigentlich angekündigte Film GANZ ODER GAR NICHT wird am 18. Januar gezeigt.
Mitte Oktober meinte ein homophober US-Navy-Officer, eine US-Navy-Bombe gegen die neuen US-(Navy)-Enemies verschönern zu müssen. Mit einer aparten Widmung. Besagte Bombe zierte nämlich ein Kreidespruch in schlechtem Englisch: High Jack This Fags. Gerichtet an die bösen bösen Taliban, die doch mit Tunten (Fags) noch weniger im Sinn haben als unser schwulenhassender Navy-Officer mit der schlechten Rechtschreibung (vielleicht war er öfters krank in der Schule und wurde deshalb Berufssoldat...). Wenn ein Blinder Blinde prügeln will, kommt vor allem eine Erkenntnis raus: Legasthenische US-Navy-Officers unterscheiden sich von heißgelaufenen Koranschülern wenig - es sind Brüder mit gleichen Kappen. Besagtes Foto war der US-Navy übrigens so peinlich, dass es schnellstens zurück gezogen wurde.
Michael Heß
Hab' noch nicht viel vorzuzeigen
Einen Ruf, nur Attitüde (Myra Cakan; Downtown Blues)
gefunden von Michael
Ja, ich will!!!
Sylvia
Ein dicker Schmatz...
an Stephan. Der Mann hatte Geburtstag.
Liebe Ulla,
Männer kommen und gehen. Schwamm darüber.
Der Zauberhut wünscht...
seinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest: Mädels, lasst euch reich vom Weihnachtsmann beschenken. Und diejenigen, die es brauchen, mögen sich an seinen Knecht mit der Rute halten.
Zauberhut,
c/o KCM - Schwulenzentrum Münster e.V.,
Postfach 4407, 48025 Münster,
Tel. 0251/665686, Fax. 0251/665661,
E-Mail: zauberhut@muenster.gay-web.de.
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Jörg Fischer, Andre Groß, Michael Heß, Stephan Karrenbrock, Norbert Korfmacher (ViSdP), Peter Kramer (Satz), Michael Stuber
Umsetzung für das Internet heinz@muenster.gay-web.de
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Auflage: 1200
Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe jeweils am 10. des Monats
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