Schwules in Münster - Oktober 2001

 

Salve,

eigentlich sollte in dieser Ausgabe nach der Sommerpause ein schöner Artikel von mir über den Unfug der diskriminierenden „Homo-Ehe” erscheinen. Er ist fertig geschrieben, ich habe mich richtig ausgekotzt über die Lesben- und Schwulenverräter Deutschlands bei unseren heterosexuellen grünen Freunden. Und um ein wenig Weihrauch zu schwingen: der Artikel ist gut geworden; ironisch, bösartig, das Elend der Grünen mit ihrer von ihnen verratenen Wählerklientel (Ökos, Pazifisten, AKW-Gegner, Frauen, Schwule) auf den Punkt bringend.

Der Artikel erscheint nicht. Wenn in den USA durch die Hand von Terroristen, bestimmt keine Schwulenfreunde, mal eben Zehntausende massakriert werden, kommt mir ein Streit um die Diskriminierung von Schwulen & Lesben klein vor. Damit können wir leben. Das ist nicht wirklich wichtig, es ist nur ärgerlich, weil die „eigenen Leute” uns so behandeln. Und dafür kann man die „eigenen Leute” auch züchtigen: bei der Kommunalwahl im Kreis Lüchow-Dannenberg sanken die Grünen von 14 auf 4 Prozent. Sofortausstieg aus der Atomkraft in dreißig Jahren motiviert gerade dort grüne Wähler, zu Hause zu bleiben.

Und also überlasse ich es den Grünen und ihrem Heterobruder Beck, die Diskriminierung von Schwulen & Lesben lauthals Ende September hier in Münster zu feiern. Ich schweige heute in stolzer Demut.

Und wer weiß: vielleicht kotze ich mich dann im nächsten Heft über grüne Arroganz und Anbiederung aus.

Warme Grüßen
Norbert

 

 

standFest 2001

Am 11. August war es wieder soweit: die schwulen & lesbischen Gruppen sammelten sich in der Stadt vor dem Stadthaus 1 zwischen Karstadt & Kaufhof zum standFest, um die Flagge zu zeigen. KCM & LIVAS hatten gerufen, und viele kamen. Mit dem Wetter hatte man Glück: es war nicht heiß, wie sonst in den August-Tagen, aber es war auch nicht kalt und regnerisch, wie Münsterländer & Ferengis das sonst gewohnt sind.

Statt vieler Worte sollen hier die Bilder vom Ereignis künden & sprechen.

Eine Szene indes kann nur beschrieben werden: eine alte Frau machte ihrem Mann heftige Vorwürfe: „Du hast gesagt, heute wäre Stadtfest...” Man kann nicht alles haben.

Tätig für Klein und Groß: Luftballons waren an diesem Tag gefragt.
Tätig für Klein und Groß: Luftballons waren an diesem Tag gefragt.

Immer wieder Luftballons für's Volk
Immer wieder Luftballons für's Volk.

Die Bilder zum Fest gibt's übrigens am Offenen Abend im KCM zu sehen.
NK

 

Ehrenamtlergrillen am Dortmund-Ems-Kanal

Am Dortmund-Ems-Kanal unweit der B 54 in Münster-Hiltrup fand am Samstag, den 1. September, ein gemeinsames Grillen der ehrenamtlichen Mitarbeiter des KCM statt. Grillen am Kanal in Hiltrup ist für das KCM schon fast so etwas wie eine liebgewordene Tradition. Profimäßige Vorbereitung durch Werner, Thomas und Peter sorgte dann auch für einen angenehmen Abend an einem Grillplatz in ruhiger Lage, der mit Auto, Fahrrad oder auch zu Fuß gut zu erreichen war. Besonderen Spaß hatten alle beim Fotografieren, als der eine oder der andere Ehrenamtler sich als überaus kamerascheu erwies. Selbst das Wetter meinte es gut - aufziehende graue Wolken regneten sich an anderer Stelle ab.
Uwe Schoon

 

Seltsamkeiten

Vielleicht hast Du schon mal davon gehört, dass es Leute gibt, die im KCM ohne Geld arbeiten, einfach so, weil es ihnen Spaß macht, weil sie so nett sind oder weil sie einfach erkannt haben, dass das notwendig ist.

Das scheint Dir vollkommen abseitig zu sein? Du kannst überhaupt nicht verstehen, wie man so etwas nur machen kann und fragst Dich Tag und Nacht, was das bloß für seltsame Menschen sind?

Dich quält andererseits aber auch die Frage, ob Dir nicht vielleicht etwas entgeht, weil diese Männer immer so glücklich, ausgeglichen und frohgemut aussehen? Nun, dann ist jetzt mal wieder ein günstiger Zeitpunkt das herauszufinden, denn das Rosa Telefon sucht wieder neue Mitarbeiter. Dazu brauchst Du nicht allzu viel mitzubringen, Du solltest selbstsicher mit Deinem Schwulsein umgehen und gut zuhören können, den Rest bringen wir Dir dann schon bei. Wir haben regelmäßige Teamsitzungen, Supervisionen und Fortbildungen, bei denen Du lernen kannst, wie Telefonberatungen funktionieren und eventuelle Fragen besprochen werden. Falls Du nun also neugierig geworden bist, ob Du nicht auch einer von denen bist, die heimlich Gutes tun wollen dann ruf uns einfach mal an. Du erreichst uns Mittwochs von 20 - 22 Uhr und Freitags von 18-20 Uhr unter der Nummer 0251/19446. Wir freuen uns auf Dich!

 

Neuentreffen im KCM

Was ist los im KCM, wer macht was, und wo kann man vielleicht auch noch mitmachen? Infos rund ums KCM gibt's am 11. Oktober um 20 Uhr beim Neuentreffen, zu dem alle neuen Mitglieder des Vereins, aber auch alle anderen Interessierten herzlich eingeladen sind. Für Eure Fragen, aber auch Anregungen stehen Achim und Andre bereit!

 

Enjoy the Party (III)

Zum dritten Mal die große Party im KCM - mit Spaß auf zwei Dancefloors, mit einer Chill-Out-Zone, mit einer Happy-Hour von 22 - 23:30 - alle Drinks gibt's für einen halben Euro - das Ganze steigt am 27. Oktober im KCM. Nach den proppevollen Vorgängern erwarten wir auch wieder ein volles Haus - und DICH!!!

 

Trau Dich

In der KCM Bibliothek gibt's jetzt das Buch aus dem Walhalöla-Verlag `Eingetragene Lebenspartnerschaft`-Unterhalt, Finanzen, Erbrecht, mit Vertragsmuster - für die, die sich wirklich trauen. Was lehrt uns das? Die KCM-Bibliothek ist nicht nur die größte schwule Bibliothek Westfalens, sie ist auch immer auf dem Laufenden und ist immer einen Besuch wert! Mittwochs ab 21 Uhr!

 

 

Willkommen! Bienvenu! Welcome!

Die Herbst ist die große Zeit der Bälle, so auch in Münster. Die CSD-Hemdchen können im Kleiderschrank ganz nach hinten geräumt werden, die große Robe hat wieder Saison!

Vor fünf Jahren feierte androGym, der schwullesbische Sportverein der Stadt, seine Gründung mit einem kleinen aber feinen Ball. Weil dieser so gut ankam, wurde aus dem einmaligen Ereignis eine gute Tradition. Seit 1998 bereichert die Tanzsportabteilung von androGym den Ballabend mit den Endrunden des androGym-Cup für Männer- und Frauenpaare in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen.

Am Samstag, den 13.10.2001 gehört der Festsaal „Ewige Lampe”, Alter Fischmarkt 26, ab 13.00 Uhr zunächst den Turnierpaaren. Die Organisatoren hoffen dabei nicht nur auf eine internationale Beteiligung mit Paaren aus den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und sogar den USA. Auch hinsichtlich des Leistungsniveaus der Spitzenpaare darf sich das Publikum auf einige Leckerbissen freuen, so z.B. auf den Start der frischgebackenen EuroGames-Sieger Standard Jens Neumann und Boris Ostrowski aus Berlin. Besonderes Augenmerk wird auch auf die androGym-Tänzerinnen Alexandra Weikert und Petra Harbecke gerichtet sein, die nicht nur überaus erfolgreich sind ( Standard-Siegerinnen der androGym-Cups 1999 und 2000; jeweils Silber und Bronze bei den letzten zwei EuroGames), sondern auch überall zu den Publikumslieblingen gehören. Der Sieg bei den Offenen Berliner Meisterschaften im Juli brachte sie sogar auf das Titelblatt des bekannten Szenemagazins „Siegessäule”. Ein Sportereignis aller erster Güte steht dem Münsteraner Publikum damit bevor.

Bis ca. 19.00 Uhr werden die Sichtungs- und Vorrunden in beiden Sektionen ( Standard und Latein) sowie die Endrunden der unteren Klassen ausgetragen.

Ab 19.30 Uhr erfolgt dann der Einlass zum 6.androGym-Herbstball, der um 20 Uhr mit dem Einmarsch aller Turnierpaare feierlich eröffnet werden wird. Bis in die Nacht steht dann das Tanzparkett den Gästen zur Verfügung. Höhepunkt des Abends wird die Austragung der Finals der A-Klassen um den androGym-Cup 2001 sein. Als besonderen Leckerbissen gibt es dazu noch einen Showauftritt der neuen Latein-Europameister der Männerpaare Frank Röpke und Tim Grunwald.

Der Dresscode des Abends lautet wie immer „strictly ballroom”; freie Interpretationen und originelle Auslegungen dieser zwei Worte sind dabei übrigens ausdrücklich erwünscht!

Wer den androGym-Ball 2001 miterleben will, sollte sich schnell dazu entschließen, denn der Run auf die Karten hat schon genauso viel Tradition wie die Veranstaltung selbst!

 

AndroGym-Cup, 13.Oktober 2001

Festsaal „Ewige Lampe”, Alter Fischmarkt 26, Münster.
Kartenreservierung ( 30DM ) unter 0251 /526536 und 0251/ 6741 34.
Die Karten gelten sowohl für das Turnier (13.00-ca.19.00) als auch für den Ball mit den A-Endrunden ( ab 20 Uhr). Zuschauerkarten für das Turnier am Nachmittag sind für 5 DM an der Tageskasse erhältlich.
Thorsten Reulen

 

 

Benefiz-Party für das Hospiz lebensHAUS

Wer für den Husch-Ball Anfang des Jahres keine Karte mehr bekommen hat oder wem es bis zum nächsten Husch-Ball noch zu lange dauert, kann am Samstag, den 20.10. wieder im großen Rahmen feiern. Jede Menge Kultur, hochkarätige Künstlerinnen und Künstler - witzige und temporeiche Unterhaltung nonstop stehen auf dem Programm beim zweitem Lebensfest im Congress-Saal der Halle Münsterland. Moderiert und musikalisch begleitet wird die Benefiz-Party für das Hospiz lebensHAUS auch in diesem Jahr wieder von Götz Alsmann.

Die Queer Cheers mit ihren fetzigen Choreografien zu heißen Beats werden das Programm eröffnen und für Power und Tempo sorgen. Weiter geht's mit Zauberei, Pantomime und Comedy vom Feinsten. Standard- und Lateintanz auf Weltklasseniveau versprechen zwei Tanzpaare, die viele von den Gay Games in Amsterdam und von Androgym-Tanzturnieren in Münster kennen: Alexandra Weihert & Petra Harbecke aus Münster und Niels Menge & Armin Lohrmann aus Köln. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann anschließend zu den swingenden Klängen von Münsters Kultband Unisono selbst das Tanzbein schwingen.

Wenn durchtrainierte muskulöse Männer über dem Trampolin Salti drehen oder in spektakulären Sprüngen über den Kasten fliegen, dann können das nur die Turnados sein, die mit ihrer halsbrecherischen Akrobatik weit über Münsters Grenzen hinaus bekannt sind. Ein Höhepunkt im Bühnenprogramm wird sicher der Auftritt von „Deutschlands Rocklady Nr.1” Inga Rumpf sein. Das Publikum darf auf eine Premiere gespannt sein: Die gefeierte Sängerin und Songschreiberin wird von Götz Alsmann am Flügel begleitet.

Nach dem Riesenerfolg beim letzten Mal sind Lou Canova &The Rhythm Party auch in diesem Jahr wieder dabei. Sie spielen das Beste aus Soul, Funk, Rhythm and Blues. Mit einer druckvoll groovenden Rhythmusgruppe, einem ungewöhnlichen Bläsersatz und harmonischen Backgroundchören heizt Lou Canova die Stimmung richtig auf. Für alle Tanzwütigen steht dann bis in die frühen Morgenstunden DJ Dieter an den turntables und legt die richtigen Scheiben auf. KCM- und Huschball-Besucher wissen, das heißt tanzbare Musik bis die Beine nicht mehr können.

Kultur für einen guten Zweck - so lautet das Motto. Denn der Erlös des lebensFEST ist für das u. a. von der Aids-Hilfe Münster mit getragenen Hospizes lebensHAUS bestimmt. Seit zwei Jahren werden hier acht schwerkranke Menschen in ihrer letzten Lebenszeit versorgt und begleitet, immer wieder auch Menschen mit HIV/Aids. Da nur 90% der Kosten über Kranken- und Pflegekassen abgedeckt werden, muss der Träger 10% der laufenden Betriebskosten selbst aufbringen. „Das macht eine Summe von etwa 150.000 DM im Jahr, die wir aus Spenden, einem Förderverein und Benefizveranstaltungen wie dem lebensFEST aufbringen müssen”, erklärt Franz-Josef Dröge, Geschäftsführer des lebensHAUS. „Nur so können wir den Aufenthalt von jeweils acht Hospizgästen im lebensHAUS finanziell absichern.”

Beginn der Veranstaltung ist 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Karten sind im MZ TICKET CORNER, Drubbel 20 (Info-Tel.: 592-5252) für DM 40,00 bis DM 55,00 erhältlich.
Franz-Josef Dröge

 

 

Nazi-Opfer

Homosexuelle Opfer des Naziregimes können jetzt Entschädigung beantragen. Wer in einem Konzentrationslager interniert war, Zwangsarbeit geleistet hat oder während der NS-Zeit als Flüchtling an der Schweizer Grenze abgewiesen oder in der Schweiz verhaftet wurde, kann jetzt bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM) einen Antrag stellen. Die IOM nimmt die Entschädigungszahlungen für homosexuelle Opfer sowohl im Rahmen des sogenannten Schweizer Bankenvergleichs und als auch für die deutsche Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft” vor. Alle Anträge müssen bis zum 31. Dezember 2001 gestellt werden.

Aufgrund des hohen Alters und ihrer teilweise schwierigen Lebenssituation sind homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus nur schwer zu erreichen bzw. zu informieren. Die IOM hat deshalb eine Informationskampagne gestartet, um über die Medien und schwul-lesbische Netzwerke eine möglichst breite Öffentlichkeit herzustellen.

Mehr Informationen über die laufenden Entschädigungsprogramme erhalten Sie auch unter http://www.iom.int.

Michael Stuber
Richard-Wagner-Strasse 25
50674 Köln
Tel. 02 21 - 2 22 12 - 50
Fax 02 21 - 2 22 12 - 51
Email mi.st@NetCologne.de

 

 

Schwule Ski- und Snowboardwoche

Wie schon seit mehreren Jahren fahren wir auch im bevorstehenden Winter vom 2. -9. Februar 2002 in die Schweizer Alpen zum Snowboarden und Skilaufen.

Der Ursprung unserer Gruppe liegt im schwulen Bergwandersommercamp, das in diesem Jahr zum neunten Mal stattgefunden hat.

Nachdem die Organisation der Wintercamps der vergangenen zwei Jahre über einen Reiseveranstalter abgewickelt wurde, haben wir uns diesmal dazu entschlossen, in eigener Regie eine Selbstversorgerhütte anzumieten. Das gemütliche Haus im typischen Schweizer Chaletstil ist günstig gelegen im Ort Champery im Skigebiete Portes Du Soleil. Es sind noch einige Plätze (zum Selbstkostenpreis) frei und wir würden uns freuen, den ein oder anderen von Euch für dieses Winterhighlight begeistern zu können.

Weitere Infos bekommt Ihr gern von Burkhard (Tel. 0251-776126) oder von Stefan (Tel. 0228-652655).

 

 

Termine für Regenbogen-TV

Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, (Kabelkanal 3);

  • Mittwoch, 17.10. 18.30 Uhr und 19.30 Uhr Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, Kabelkanal 3
  • Mittwoch, 17.10. 22.00 Uhr Regenbogen-TV Videovorführung im KCM Schwulenzentrum, Am Hawerkamp 31
  • Freitag, 19.08. 18:30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Samstag, 20.08. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Sonntag, 21.08. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)

 

 

Tim Fischer: „Walzerdelirium”

Er liebe Walzer, weil einem dabei immer schön schwindlig werde - so der Chansonier Tim Fischer zu seinem aktuellen Programm „Walzerdelirium”, Der Name ist Programm, denn Fischer seufzt sich im Dreivierteltakt durch das Programm. Musikalisch trifft er dabei unter anderem Cora Frost, Freddy Mercury, Rio Reiser und Tom Waits. Die langen Haare sind ab, das Androgyne kommt erst recht zur Geltung und damit etwas unbestimmt Ästhetisches, das man mit dem Signum „schwul” nicht genau trifft. Aber es gibt keine bessere Umschreibung von Fischers Stil, die vielen Vorlagen zielgruppengerecht aufzulegen, Unschwules mit einem „schwulen” Raster zu formatieren. Die Mondäne beschreibend, die zu aufgetragen wirkt, um als echt durchzugehen. Fischers manierierter Stil erzeugt eine sentimental journey, aber sein Schweben raubt manchen Vorlagen leider deren (bitterböse) Ursprünglichkeit. Und das ist schade, kennt man die ungeglätteten Originale (wünschenswert deutlich zeigen es Waits' „Broken Bicycles” und Hirschs „Komm großer schwarzer Vogel”). Weites Feld. Zum Singer/Songwriter fehlt dem Oldenburger eben ein erhebliches Quantum Lebensleid, aber das kann ja noch kommen. Bei alledem ist die sparsame, pianodominierte Instrumentierung maßgeschneidert für des Künstlers Stimme arrangiert. Als Diva, als Matrose, als Philosoph, gibt er sich auf der live aufgenommenen Doppel-CD 27mal die Ehre. Am 1. Dezember des vergangenen Jahres hatte Fischers neues Programm „Walzerdelirium” im Berliner Luftschloss Premiere; am 17. November dieses Jahres wird der Künstler mit diesem Programm in Münster gastieren.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.timfischer.de
MH

 

 

Sommer wie Winter

Aus Frankreich kommt der neueste Schwulenfilm, der einen am liebsten ins Bett treibt. Dies nicht etwa deshalb, weil der Film Lust auf Lust macht, sondern weil er langweilig ist und man nach den 97 Minuten der Müdigkeit kaum nachgeben kann, vorausgesetzt, man hat das Kino nicht schon vorher verlassen.

In den Sommerferien reist der 19jährige Abiturient Mathieu wieder mit Mutter und Schwester an die Küste. Der Alltagstrott wird durch den gleichaltrigen Cedric beendet. Beide verlieben sich, beide treiben es miteinander, Mathieu nabelt sich von der Familie ab, aber seine Beziehung scheitert und endet im Selbstmordversuch.

Alle Versuche des Regisseurs, die dünne Handlung aufzupeppen, scheitern kläglich. Ja, die beiden Jungs sind hübsch anzusehen, ja, die beiden Jungs haben einige gelungene Szenen, ja, die beiden Jungs vögeln vor der Kamera. Nein, Spannung und Unterhaltung kommen nicht auf. Das liegt weniger daran, dass der Regisseur in seiner Not die Handlung auf drei zeitliche Ebene legt, es liegt einfach daran, dass die Handlung platt und banal ist. Selbst das billige Bild vom selbstmordgefährdeten Jugendlichen wird ohne Sinn und Verstand bemüht und schleppt sich durch den Film. Nur konnte ich nicht erkennen, weshalb Mathieu den Schritt zum Freitod wählte.NK

(Noch bis zum 26.09.01 im CINEMA)

 

 

Filmclub im KCM (proudly presents):

Die 9. Schwulen Filmwochen im KCM: Queer as folk

Nach einer zweijährigen Pause präsentiert der Filmclub im KCM zum neunten Mal die Filmwochen im KCM. Mit der englischen Serie „QUEER AS FOLK” zeigen wir zwischen dem 5. und dem 19. Oktober DIE Fernsehserie, die vor zwei Jahren nicht nur eine heftige Diskussion in der britischen Öffentlichkeit ausgelöst hatte, sondern auch als adaptiertes Musical in den USA! ein riesiger Erfolg ist.

QUEER AS FOLK, das sind Stuart Jones (29), Vince Tyler(29) und Nathan Maloney (15), drei sehr unterschiedliche Männer, deren Wege sich auf der Canalstreet, der schwulen Meile Manchesters, treffen und das Leben aller drei kräftig auf den Kopf stellt, bis nichts mehr ist, wie es war. Und am Ende ist nur eines klar: Nie wieder wird ein Hetero ein schwulen Mann „Schwuchtel” nennen...

In 8 Folgen und einem abschließenden Spielfilm zeigt QUEER AS FOLK einen gar nicht political correcten aber dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) spannenden, lustigen und manchmal auch harten Einblick in das Schwule Leben auf der Insel der britischen Prüderie. Und das zur besten Sendezeit! Start ist jeweils um 20 Uhr. Die Folgen 1-4 gibt es am 5.10.; die Folgen 6-8 (inkl. Was bisher geschah) am 12. 10. Und den abschließenden Film sowie einen Mitschnitt aus einer Fernsehdiskussion und einem Interview mit dem schwulen Drehbuch Autor Russel T Davies gibt es am 19.10. Zu sehen. Gezeigt wird QUEER AS FOLK im englischen Original. Wir werden euch aber vorab eine Einführung samt Erläuterungen zur Verfügung stellen. Und damit alles gut verständlich ist, wird alles per DVD mit Videobeamer auf Leinwand und über die Stereoanlage präsentiert.

  • Folge 1-4 am Freitag, 05.10.2001
  • Folge 5-8 am Freitag, 12.10.2001
  • Der Film am Freitag, 19.10.2001
  • jeweils ab 20:00 Uhr im KCM

 

 

 

Nachruf

Wie das Leben so schielt, durften wir in Münster aus ihrem Munde selber erfahren. Mehrfach gastierte die 1939 geborene Berlinerin auch im KCM bzw. in Münster. Als 1991 die Einstellung ihres Blattes verfügt wurde, hatte bereits das zweite Leben der ehemaligen „Chefin vom Dienst” begonnen. In der Die Andere Welt (DAW), dem einzigen DDR-Lesben- und erschien 1990 ihr erster Text „Der kleine Unterschied”. Ab 1992 erfolgten bundesweite Lesereisen, oft zusammen mit Eike Stedefeldt. Düster dreinblickend, sich versteckend hinter dunkler Brille und herben Weißwein trinkend riss sie mit ihrer rauen Grüne-Marlboro-Stimme und Geschichten wie „Frau Riechling sieht durch” das Publikum zu Lachsalven hin. Als sie 1993 in Dresden nach einer Lesung jemand „Künstlerin” nannte, war sie sprachlos vor Rührung. Mit „Zuviel DDR, zuwenig homosexuell” (1994), „Verkehrsberuhigte Zone” (1996) und „Wie das Leben so schielt” (1997) erschienen ihre Kurzgeschichten in Buchform; vertreten war sie auch in Sammlungen wie zuletzt dem lesbischen Satire-Buch „Sisters in Motion” (2001) - und deklassierte mit ihren „Dummen kleinen Ostrezeptoren” sämtliche anderen Autorinnen. Haushoch gewann sie 1996 den Reemtsma-Literaturwettbewerb „Alte Hasen junges Herz” (eine gleichnamige Anthologie erschien im Albino-Verlag). Parallel schrieb sie als Autorin - inzwischen auch journalistisch - für ND, Freitag, Junge Welt und Ossietzky sowie diverse kleinere Blätter.

Kam sie mit einer angefangenen Geschichte nicht voran, zündete sie sich eine grüne Marlboro an und fragte resignierend: „Wen interessiert denn das?” Das ihre kleinen sarkastischen, teils garstigen Werke so manche/n interessierten, hat „die Künstlerin” nie glauben wollen. Es wird viele geben, die diese Geschichten künftig vermissen werden. Am 8. September starb Anne Köpfer in Berlin.
Michael Heß

 

 

Neuer Rekord

Die Zahl der Ehescheidungen hat im Jahr 2000 einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt am 7. September berichtete, wurden 194 410 Ehen geschieden. Das waren zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im bisherigen Rekordjahr 1998 waren 192 416 Ehen geschieden worden.
Quelle: dpa vom 07.09.01
Michael Heß

 

 

Ewige Wahrheiten

Per Mail erreichte mich diese Geschichte. Ein Autor wird hier leider nicht genannt, indes ist die Sache zu gut für den Mülleimer.

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualitat unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel ware.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wird.

Liebe Dr. Laura,
vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte. Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

  1. Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
  2. Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
  3. Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
  4. Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
  5. Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
  6. Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualitat. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
  7. In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's hier ein wenig Spielraum?
  8. Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
  9. Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
  10. Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist. Ihr ergebener junger und bewundernder Fan
Jake

 

 

Griffige Ausdrücke für 'Homo-Ehe' gesucht.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) sucht griffige und allgemein verwendbare Ausdrücke rund um die seit 1.August mögliche 'Eingetragene Lebenspartnerschaft' von Schwulen und Lesben. In einer Preisaufgabe ihres Organs 'Der Sprachdienst' fordern die Wiesbadener Sprachwissenschaftler auf, Vorschläge für die nach ihrer Ansicht bestehende empfindliche Sprachlücke einzusenden. Die hinzugewonnene Lebensform verlange 'nach auch sprachlicher Zuwendung und Bewältigung', teilte die Sprachgesellschaft mit. Gefragt seien mehrere Komplexe. Im Mittelpunkt stehe die Besiegelung der Partnerschaft. Die bisher gängigste Bezeichnung 'Homo-Ehe' wird von den Sprachexperten als fragwürdig eingestuft, nicht zuletzt, weil männlich fixiert und als Dachbegriff auch für weibliche Partnerschaften ungeeignet sei. Die GfdS favorisiert 'Frauenehe' und 'Männerehe' und fordert die Sprachinteressierten auf, einen ihrer Ansicht nach geeigneten Überbegriff zu suchen. Gesucht seien außerdem gut verwendbare Bezeichnungen für die an den Partnerschaften beteiligten Männer und Frauen und für den Familienstand. Über die bis zum 31.Oktober möglichen Einsendungen wird eine Fachjury entscheiden. Zu gewinnen gibt es Buchpreise. (Dpa-Meldung v .8. 8. 2001)

 

Liebe Sprachschützerinnen und Sprachschützer,

Werte Damen und Herren von der GfdS,

Auch von uns Expertinnen des Lesbenrings e.V., der größten und ältesten bundesweiten Lesbenvereinigung, wird der Begriff (und nicht nur der Begriff) der Homoehe als fragwürdig eingestuft und das bei weitem nicht nur, weil er männlich fixiert und deshalb für die weibliche PartnerInnenschaft ungeeignet wäre, sondern im erster Linie, weil das neu geschaffene Rechtsinstitut Eingetragene Lebenspartnerschaft von der Ehe mehr als Lichtjahre entfernt ist. Aus diesem Grund sind die von der GfdS favorisierten Begriffe 'Frauen-' bzw. 'Männerehe' ebenfalls abzulehnen, wobei diese Begriffsbildungen offensichtlich auch noch von einer unveränderlich feststehenden Zweigeschlechtlichkeit ausgehen, ein im Zeitalter der Postmoderne schon unverzeihlicher Biologismus. Die Bezeichnung 'Frauenehe' kommt darüber hinaus nicht in Frage, da der Begriff der 'Hausfrauenehe' bereits existiert: Gemeint ist aber mitnichten, dass da zwei Hausfrauen miteinander verheiratet seien.

'Befrauung' oder 'Bemannung' würde uns einerseits zwar zusagen, da der Präfix 'be-' einen Eindruck von der Bürde des getanen Schrittes mitschwingen ließe, doch auch an ihnen haftet leider der Ruch des Biologismus. Selbst das schöne alte Wort 'Freien' erweist sich als nicht praktikabel, denn möge 'meine Freierin/meine Gefreite' noch angehen, drängen sich spätestens bei 'mein Gefreiter/mein Freier' ungute Assoziationen in den Vordergrund. Außerdem beschriebe doch wohl der Begriff 'Ent-Freiung' den Akt genauer.

Beziehungen zwischen Lesben/Schwulen werden in Ermangelung einer eigenen Terminologie oft mit Lehnworten aus dem Hetero-Bereich bezeichnet. Hier könnten wir uns zusätzlich mit einer Lehnübersetzung aus dem Russischen behelfen: 'Registrierung' statt Trauung, 'Registranten', die sich das 'Ja-Wort' geben, um anschließend registriert zu sein, was ja ebenfalls eine Lesart des neuen LPG darstellt. Obendrein würde der Redewendung 'alle Register ziehen' noch eine neue Bedeutung hinzugefügt werden.

Nach dem Verwerfen all dieser Varianten ist unser Vorschlag nun folgender: Künftig mache ich der Angebeteten einen Antrag, sich mit mir eintragen zu lassen, den Eintragungsantrag. Wir planen unsere Eintragung, zu der wir als Einzutragende in Weiß oder Frack erscheinen. Meine Eingetragene - irgendwie klingt das ja auch ungemein gesellig.

Nebenbei bemerkt ist uns das Problem der Benennung neuer Lebensweisen zu ihrer Sichtbarmachung kein unbekanntes. Für uns als gegen die 'herr'schende Norm widerständig li(e)benden Lesben (d.h. in Netzen bzw. Mehrfachbeziehungen) haben wir uns die Selbstbezeichnung 'Schlampe' zurückgeholt, sprich konnotativ um- und neubewertet (siehe hierzu auch den Beitrag v. Jule Blum in: Unser Stück vom Kuchen, hrsg. v. Ilona Bubeck, Querverlag, Berlin 2000).

In diesem Sinne wäre die passendste Bezeichnung für die Homo'Ehe' eigentlich: Schlamassel.

Für den Lesbenring e.V.
Elke Heinicke/ Jule Blum

 

 

Kleinanzeigen

 

Habe dich
...am Freitag, 20.07. bei der Din-A-queer Fete im Triptichon gesehen. Du warst mit einem Freund da, der ein rotes T-Shirt anhatte. Du hast mir erzählst das du aus Nordhorn kommst. Ich fand dich super süß und würde dich gerne wiedersehen. Ich habe mir von dir eine Pommes geschnorrt. Also falls das hier irgendwie bei dir ankommt melde dich doch bitte. Meine Nr. 0173/6051892

 

Unter den Blinden
...ist der Einäugige König und unter den Einäugigen der Blender.

 

Katja geht
...ihren Weg, und die Klappen-Connection wünscht ihr alles Gute! Bis demnächst mal wieder im F-Haus.

 

Wolfgang, oh Wolfgang,
hast Du mich auch noch lieb?

 

Sylvia,
willst Du mich heiraten?

 

Einen dicken Dank
...an die Macher & Organisatoren des diesjährigen Standfestes. Es hat wieder Spaß gemacht mit Euch, und worüber sollte der Zauberhut, Münsters schönstes Magazin für Männer, berichten, wenn nicht über Homos?

 
Kleinanzeigen können im
Zauberhut und bei muenster.gay-web.de
aufgegeben werden.

 

Impressum

Zauberhut,
c/o KCM - Schwulenzentrum Münster e.V.,
Postfach 4407, 48025 Münster,
Tel. 0251/665686, Fax. 0251/665661,
E-Mail: zauberhut@muenster.gay-web.de.
Redaktion: Mathias Grunert, Michael Heß, Norbert Korfmacher (ViSdP), Sylvia Zylberstein-Seinecke
Umsetzung für das Internet heinz@muenster.gay-web.de

Namentlich gekennzeichnete Artikel
geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt abzudrucken.
Auflage: 1200
Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe jeweils am 10. des Monats

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