Schwules in Münster - August & September 2001

 

Salve,

auch in diesem Jahr begeht das KCM das schon Tradition gewordene Standfest. Mitten in der Stadt am Rathaus stellen wir uns als Schwule und laden Lesben, Aids-Hilfe und andere Homo-Gruppen ein, es uns gleich zu tun. Mitten im Leben wendet sich die schwulesbische und lesbischwule „Familie” an die Nachbarn. Denn wir alle haben unseren Schiller verinnerlicht: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt (war doch Schiller, oder?).

Da wir nicht der böse Nachbar von nebenan sein wollen, hoffen wir, dass andere es auch nicht sind.

Und um Berührungsängste abzubauen, bieten zwei schwule Autoren mit ihren Gedichten Einblicke in ihr Dasein und Ausblicke auf unser Sein.

Literatur öffnet Türen. Der Zauberhut ruft Autoren auf, für das Dezember-Heft Texte einzureichen zum Thema Winter & Weihnachten. Zu gewinnen gibt es nichts, auch nicht das herrliche Buch „Ich bin ein Junge, du bist ein Junge”, mit dem wir sonst das Volk erfreuen. Zu gewinnen gibt es einfach nur einen Abdruck im Zauberhut. Zu gewinnen gibt es eine offene Tür durch Literatur. LiteraTÜR vielleicht.

Warme Grüßen
Norbert

 

 

Geil war´s

Als am Sonntag um fünf Uhr morgens mein Wecker klingelte, dachte ich nur noch, ob ich mir das wirklich antun muss. Sobald ich aber irgendwie meine drei Übernachtungsgäste aus den Federn geschmissen hatte und wir dann um sieben Uhr am Hauptbahnhof in Münster standen, war für uns alle klar: Selbstverständlich muss man sich den CSD in Köln antun!!!!!

Nachdem wir noch zwei Lesben und zwei schwule Hiltruper aufgegabelt hatten (ja, ja, ich meine Mama & Papa), konnte die Zugfahrt mit uns neun Leuten beginnen. Die Stimmung war schon auf der Bahnfahrt vom Feinsten. Je näher wir der schwulen Hauptstadt kamen, desto wärmer und bunter wurde es im Zug. Und als wir in Köln-Deutz am Messegelände ausstiegen, wollten wir am liebsten sofort mit der Parade beginnen.

CSD-Bild

Doch vorher stand ein anderer Punkt auf der Tagesordnung: Die Wagen von Livas und KCM mussten aufgebaut und zurechtgemacht werden. Frisch und gemeinsam ging es ans Werk, und gegen zwölf Uhr waren wir dann auch tatsächlich fertig - von nun an konnte es heißen: De Zoch kütt!

CSD-Bild

Was sich dann während des Umzuges alles ereignete, lässt sich nicht beschreiben - man muss es einfach erlebt haben. Die Stimmung auf unseren beiden Wagen hat uns alle mitgerissen. Beeindruckend die Menschenmassen, die die Parade vom Straßenrand aus verfolgten (offizielle Stellen sprechen von 750.000 bis 800.000 Menschen!). Die Schildergasse war kaum zu passieren, der Neumarkt ein einziges Menschenmeer. Selbst im Tunnel am Dom drängten sich die Leute (lag aber vielleicht am Regen, der uns die letzte Stunde begleitete).

CSD-Bild

Gegen fünf Uhr, glaube ich, war dann für uns der Zauber vorbei. Die Wagen hielten an, wurden im Tunnel notdürftig abgeschmückt, um dann an der Messe vollständig gesäubert zu werden. Doch zu diesem Zeitpunkt saßen wir schon wieder im Zug nach Münster dem Erlebten und den Erinnerungen an einem rundum fantastischen CSD in Köln nachhängend.

Was bleibt von so einem Tag? Eine politische Botschaft (das Motto lautete dieses Jahr "Im Namen des Volkes: Traut Euch")? Das Erleben, als Schwuler oder Lesbe nicht alleine zu sein? Gesehen zu haben, dass die Szene nichts so gut kann, wie sich selbst zu feiern? Ich weiß es nicht. Eines steht auf jeden Fall fest: Wer nicht dabei war, hat was verpasst und ist selber schuld!
Volker Wittig

P.S.: Ein ganz Großes Dankeschön an Judith und Markus! Es war Klasse! Und Danke an alle, die mitgeholfen haben. Mein letzter Gruß und Kuss geht aber an den süßen, blonden Paradetreiber, der diese Zeilen wohl nie lesen wird...

Weitere Bilder findet Ihr im Gay-Web

 

 

Je oller desto doller?

Münsteraner flirten das ganze Jahr...

47 Prozent der Münsteraner lassen sich jederzeit gern auf einen kurzen Flirt ein. Das ergab jetzt eine Umfrage der Aids-Hilfe Münster. Befragt wurden 141 Frauen und 111 Männer im Alter zwischen 14 und 60 in der Münsteraner Innenstadt. Überraschend: Die Lust am Spiel mit dem Gefühl nimmt im Alter eher noch zu. 59 Prozent der über Dreißigjährigen flirten gern - ganz unabhängig von Wind, Wetter und Jahreszeit.

Beliebteste Jahrszeit für den Flirt ist der Frühling, dicht gefolgt vom Sommer. „Bei mehr als 25 Grad im Schatten wird auch aus manchem sturen Westfalen ein aufgeweckter Latinlover”, begründet Ralf Bolhaar, Sozialarbeiter der AIDS-Hilfe Münster die höhere Flirtbereitschaft in der warmen Jahreszeit. Schlusslicht ist der Winter. Weniger als zwei Prozent der Befragten flirten in der kalten Jahreszeit besonders gern.

Ein kleiner Teil der Münsteraner hält überhaupt nichts von aufregenden Augenblicken. Vier Prozent der Befragten gaben an, nie zu flirten. „Das ist mir alles viel zu anstrengend,” bekannte ein Flirtmuffel am Infostand. Die Mitarbeiter der Aids-Hilfe verteilten derweil gut 500 Kondome und jede Menge Infomaterial an interessierte Münsteraner.

 

 

Aids-Hilfe Münster:

Syphilis, Tripper & Aids auf dem Vormarsch

Syphilis und Tripper und andere Geschlechtskrankheiten verbreiten sich in den westlichen Ländern wieder schneller, meldeten Anfang des Jahres verschiedene Nachrichtenagenturen. „Die Zunahme dieser Geschlechtskrankheiten zeigt, dass das Schutzverhalten insgesamt wieder abnimmt,” sagt Ralf Bolhaar, Mitarbeiter der Aids-Hilfe Münster. Auch Aids spielt wieder eine größere Rolle. So stieg die Neuinfektionsrate unter schwulen Männern in Los Angeles in den letzten vier Jahren um das Dreifache. In Weißrussland gibt es heute 40 mal mehr Infizierte als noch vor fünf Jahren.

Noch nie waren so viele Menschen mit HIV-infiziert wie heute. Nach Angaben der WHO 36 Millionen tragen das Immunschwächevirus in sich, jeden Tag kommen über 10 000 Menschen hinzu. Unter den Erwachsenen ist inzwischen jeder neunzigste Mensch HIV-positiv. Darunter immer mehr heterosexuell infizierte Frauen, darunter viele Migrantinnen. Trotzdem nimmt das Schutzverhalten in Deutschland ab. Aids gilt als behandelbar. Verdrängung macht sich breit.

Im Münster sind zwei bis dreihundert Menschen mit dem aidsauslösenden HI-Virus infiziert. Die Aids-Hilfe Münster e.V. engagiert sich seit 1986 in den Bereichen Krankenbetreuung, Beratung, (Jugend-)Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Rund sechzig EhrenamtlerInnen, vier Hauptamtler und zwei Zivildienstleistende sind regelmäßig in allen Aufgabenbereichen aktiv.

In den letzten Jahren kam es zu einer erheblichen Abnahme der Sterbebegleitungen. Auf der anderen Seite beobachtet die Aids-Hilfe eine Zunahme neurologischer und psychiatrischer/psychischer Erkrankungen als Folge der HIV-Infektion. Auch die Zahl der Krebserkrankungen hat zugenommen. Bei den Beratungsthemen gab es eine Verschiebung von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod zur Über- Lebensplanung. Häufige Themen waren Partnerschaft und Sexualität, materielle Schwierigkeiten und persönliche Krisen.

Eine klassische Gruppe von Ratsuchenden sind weiterhin heterosexuelle Männer nach einem Seitensprung innerhalb einer festen Beziehung. Vor allem nach dem Besuch von Sex-Arbeiterinnen ist die Angst einer Ansteckung mit HIV oft unangemessen groß. Auf der anderen Seite wächst die Gruppe der Unvorsichtigen und Desinteressierten. „Der Kondomgebrauch stagniert seit Jahren, die Zahl der Infizierten dagegen nicht,” sagt dazu Ralf Bolhaar von der Aids-Hilfe Münster.

Mehr Infos zum Thema Sex und Gesundheit unter www.aidshilfe.org.

Aus dem Angebot:
  • Betreuung von Erkrankten
  • Telefonische und persönliche Beratung
  • Schwule Prävention
  • Aufklärung und Information in Schulen und Jugendzentren
  • Krankenpflege- und Ärztefortbildungen
  • Betreuung, Beratung und Fortbildung in Haftanstalten
  • Infostände in Münster und Umgebung
  • Unterstützung von Selbsthilfe: Positivencafé, Angehörigencafé
  • Durchführung des Huren- und Schwulen-Balls, der Husch-Party, von Konzerten und anderen Party und- Kulturereignissen
  • Sport-, Entspannungs- und Selbstverteidigungskurse
  • Infoarbeit in Parks, Kneipen, Discotheken usw.
  • Methadonvergabe am Wochenende, Spritzentausch für Fixer
Adresse:
  • AidsHilfe Münster e.V.
  • Schaumburgstraße 11
  • 48145 Münster
  • Beratung: Montag bis Donnerstag 14:00 bis 18:00 Uhr, Telefon 19411
  • Büro: Montag bis Donnerstag 9:00 bis 15:00 Uhr, Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr
  • Telefon 0251/60960-0
  • FAX 0251/63555
  • e-mail: Aids-Hilfe-Muenster@t-online.de
  • Die Aids-Hilfe im Internet: www.aidshilfe.org;
Lust auf:
  • Kennen lernen vieler interessanter Menschen
  • spannende Mitarbeit im Bereich Sexualität und Gesundheit
  • angenehmes Betriebsklima
  • selbständiges Arbeiten
  • kostenlose Fortbildung zu verschiedensten Themen
  • Erweiterung des persönlichen Horizonts
  • Seminar für NeueinsteigerInnen vom 14. - 16. September

 

Die Aids-Hilfe Münster sucht neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen!

  • für Krankenbetreuung
  • für Telefonberatung
  • für öffentliche Aktionen
  • für Prävention in der schwulen Szene
  • für Prävention in Schulen und Jugendeinrichtungen

Wer interessiert ist, an unserem nächsten Neueinsteigerseminar im September teilzunehmen, möge sich bitte bei Annette Ritter unter 0251/60960-14 melden. Das Seminar findet am Wochenende 14./15./16. September statt. (Freitagabend sowie Samstag und Sonntag ganztägig; der genaue Zeitplan wird rechtzeitig bekannt gegeben). Da wie im vergangenen Jahr Stefan Gesmann das „Teamer-Team” bestehend aus Silvia Wesseln, Frank Boomgaren und Annette Ritter ergänzen wird, kann die Aids-Hilfe wieder bis zu 15 TeilnehmerInnen aufnehmen.

 

 

Tag der Selbsthilfegruppen

Es war ein regnerischer, trüber Samstag im Juni, als sich die Selbsthilfegruppen Münsters vor dem Rathaus der Stadtbürgerschaft präsentierten und Auskunft gaben über ihre Tätigkeit in der Westfalenmetropole. Von den Homo-Verbänden fanden sich neben dem KCM noch LIVAS und die Aids-Hilfe ein, um für ihre Arbeit zu werben und die Bevölkerung aufzuklären, worüber auch immer. Das Schöne an dem Auftritt: wir sind nicht allein, es gibt unzählige Gruppen, die (noch) ehrenamtlich aktiv sind.
NK

 

 

Es geht auch anders

Die Ford-Werke AG setzt auch in diesem Jahr ihr Engagement für den Kölner Christopher-Street-Day (CSD) fort, der heute mit der „KÖLN FÜR KÖLN” CSD-Opening Party im Gloria-Theater beginnt. In Zusammenarbeit mit SCHWIPS, der Schwulen Initiative für Pflege und Soziales, und KLuST, Kölner Lesben- und Schwulentag e. V., stiftet Ford den ersten Preis für die Abschlussverlosung am Sonntag - einen Ford Focus Futura2. Der Erlös der insgesamt 1.200 Preise im Gesamtwert von 80.000 DM geht zugunsten der Versorgung an AIDS erkrankter Menschen in Köln, unter anderem im Hospiz „Lebenshaus”.

Neben der finanziellen Unterstützung ist Ford auch im Juli 2001 wieder mit zahlreichen Mitgliedern seines Gay, Lesbian Or Bisexual Employees-Netzwerkes GLOBE vertreten, das sich in die große Parade am Wochenende mischt. GLOBE setzt sich schon seit Jahren für die Belange lesbischer und schwuler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur bei Ford ein - ein Bemühen, mit dem die Gruppe die Ford „Diversity”-Unternehmensphilosophie vorbildlich umsetzt. Diversity steht dabei für Vielfältigkeit und bezeichnet die Wertschätzung der unterschiedlichen Talente, Neigungen und kulturellen Unterschiede aller Ford-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Für ihr überzeugendes Diversity-Management verlieh der Völklinger Kreis - Gay Manager der Ford-Werke AG im April den „Max-Spohr-Preis”.

Die Unterstützung dieser gesellschaftlichen Vielfalt ist auch Thema des diesjährigen CSD-Mottos - „Im Namen des Volkes: Traut Euch”. Es wurde von der Kölner Gay community ausgewählt, die damit ebenfalls ein deutliches Zeichen für Toleranz, Akzeptanz und Vielfältigkeit setzt.

Bernhard Mattes, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Ford-Werke AG und Vorstand Marketing, zur langjährigen Partnerschaft der Ford Werke AG und des CSD Köln: „Ford unterstreicht mit seiner Unterstützung des CSD in Köln, dass wir das Engagement für Toleranz, wie es in unseren Diversity-Grundsätzen verankert ist, ernst nehmen. Und wir glauben, dass Streben nach geschäftlichem Erfolg und Einsatz für die Verschiedenartigkeit der Kulturen sich keinesfalls ausschließen, sondern vielmehr zusammengehören und sich ergänzen.”
Bernd F. Meier

 

 

Termine für Regenbogen-TV

Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, (Kabelkanal 3);

  • Mittwoch, 15.08. 18.30 Uhr und 19.30 Uhr Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, Kabelkanal 3
  • Mittwoch, 15.08. 22.00 Uhr Regenbogen-TV Videovorführung im KCM Schwulenzentrum, Am Hawerkamp 31
  • Freitag, 17.08. 18:30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Samstag, 18.08. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Sonntag, 19.08. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)


  • Mittwoch, 19.09. 18.30 Uhr und 19.30 Uhr Regenbogen-TV, das schwule Magazin im Stadtfernsehen tv münster, Kabelkanal 3
  • Mittwoch, 19.09. 22.00 Uhr Regenbogen-TV Videovorführung im KCM Schwulenzentrum, Am Hawerkamp 31
  • Freitag, 21.09. 18:30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Samstag, 22.09. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)
  • Sonntag, 23.09. 18.30 Uhr auf tv münster (Wiederholung vom Mittwoch)

 

 

Lesung mit Olaf Eigenbrodt

Sommerpause

 

 

Rezension

Das Sonnenkind

Dieser kleine leichte Roman lässt eine vergangene Zeit, eine untergegangene Welt wiederaufleben. Die Zeit umfasst einige Monate um das Jahr 1960, die Koordinaten dieser Welt heißen Truseweg und Neuköllner Schifffahrtskanal. Im Zentrum des geschilderten Kosmos steht der neunjährige Carsten Scholze. Ein aufgewecktes Kind mit ausgeprägten schauspielerischem Talent, das im ganzen Truseweg beliebt ist - ein richtiges „Sonnenkind”. Gehätschelt von den Eltern, von der Großmutter und den Tanten und selbst vom großen Bruder ist seine wichtigste Bezugsperson jedoch der Großvater Max Wollin. Der alternde Lebemann, der in seiner ehemaligen Sekretärin, einer „ramponierten Blondine”, seit mehr als dreißig Jahren eine offizielle Zweitgattin hat, nimmt den Enkel auf seine Ausflüge in die feine Welt des Cafe Kranzler mit. Aus der Sicht des Jungen werden traurige und komische Schicksale aus der Nachbarschaft des Trusewegs geschildert. Sie zeigen, dass das Leben auch in diesem Sträßchen die ganze Spannweite menschlicher Erfahrung ausmisst. In dieser kleinen Welt wird geliebt, gehasst und auch gestorben - genau wie in der großen.

Ein Buch, das man anfängt zu lesen und erst am Schluss wieder aufhört. Wunderbar leicht geschrieben. Wehmütig und sehr humorvoll, mit jeder Menge Ironie.

Autor Detlev Meyer wurde 1950 in Berlin geboren, studierte Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Berlin und Cleveland, Ohio, war Bibliothekar in Toronto und Entwicklungshelfer in Jamaika. Er lebte als freier Journalist und Autor in Berlin, wo er am 30.10.1999 starb. Meyer war PEN-Mitglied und erhielt zahlreiche Literaturstipendien.
Sylvia Zylberstein-Seinecke

Detlev Meyer:
Das Sonnenkind,
Berlin 2001

 

 

Entschuldige

Entschuldige, dass ich so in dich eindringe:
Du sitzt mir gedankenverloren in der U-Bahn gegenüber,
ich schaue in dein schönes Gesicht
und kenne dich nicht,
aber werde ein Teil deiner Gedanken.

Entschuldige, dass ich so in dich eindringe:
Du reißt beim Gähnen deinen Mund so weit auf,
ich küsse dich
und du merkst es nicht,
aber es ist unheimlich schön.

Entschuldige, dass ich so in dich eindringe:
Du zeigst durch ein Loch in der Jeans ein Stück nackte Haut,
ich fahre durch deine Haare
und stöhne dabei auf,
aber nur in Gedanken.

Entschuldige, dass ich so in dich eindringe:
Du bietest mir Mund und Arsch,
ich nehme dein Geschenk dankbar an
und wir vertreiben uns die Zeit,
die wenige Zeit, die uns noch bleibt.

Entschuldige, dass ich so in dich eingedrungen bin:
Du verlässt die U-Bahn eine Station vor mir,
ich bleibe alleine zurück
und was für ein Glück,
es steigt schon wieder ein blonder Engel ein und setzt sich mir gegenüber.

Entschuldige, dass ich so in dich eindringe:
aber wenn es dir auffällt,
dann nur,
weil ich dich einen langen Moment schamlos anstarre.

Jörg Fischer

 

 

Sinnlos. Verlassen

am ufer der hoffnung verließ mich der glaube
verstandesberaubt stand ich nackt, wie ich bin
am rand deiner liebe, die ich dort verloren
zersprang jede logik, entfloh jeder sinn

die sonne sank in mir, mir schwand der atem
vernunftverlassen blieb ich irgendwo zurück
ein meer aus nacht begrub die liebeslandschaft
ich sah dir lange nach
mit einem blinden maulwurfsblick

und über mir im himmel hingen schwarze geigen
und krächzten rabenflüche ob des lebens lauf
und eine blaue blume trat ich nieder
und liebte seither niemals wieder
entriss der brust mein herz
und aß es auf

für Olaf Eigenbrodt, 21. Juni 1996
Mathias Grunert

 

 

Horizont

Vorbei der
Goldrausch, welcher
dich an meine
Ufer trieb.

Das Schimmern meiner
Augen täuschte
dich. Die Probebohrung fand
nur Sand.

Durchwühlt blieb ich
zurück. Die Glut
des Tages ist
vergangen,

und weiter trieb es
längst die
Meute deiner
edelsten Gefühle.

Gräbt auch die Nachhut noch
in diesem Sand, so träumt sie doch
schon längst
von Eldorado.

Mathias Grunert

 

 

Autonomes Glücksgefühl

Ein Glücksgefühl
trotz allem
in der Brust.

Ein Schmetterling im Bauch
in voller Lebenslust.

Ein Bett für zwei,
in dem nur einer liegt.

Ein Spiegelbild,
fast makellos
und wieder unbesiegt.

Ein Habt-mich-gern!
den längst vergess'nen Zeiten.

In meinem Herzen
unbemannte
Weiten...

Mathias Grunert

 

 

Zuwenig Zuviel

Einmal zuviel
Dir in die Augen gesehen
Zuviel Du in meinem Kopf
Zuviel Deiner Worte
die ich gerne hörte
Einmal zuviel gesagt
daß ich Dich liebe

Einmal zuwenig
Dir ins Herz gesehen
Zuwenig ich für Dich
Zuwenig von Dir
kann mir nicht genügen

Zuwenig zuviel.
Jörg Fischer

 

 

Tim Fischer: „Walzerdelirium”

Er liebe Walzer, weil einem dabei immer schön schwindlig werde - so der Chansonier Tim Fischer zu seinem aktuellen Programm „Walzerdelirium”, Der Name ist Programm, denn Fischer seufzt sich im Dreivierteltakt durch das Programm. Musikalisch trifft er dabei unter anderem Cora Frost, Freddy Mercury, Rio Reiser und Tom Waits. Die langen Haare sind ab, das Androgyne kommt erst recht zur Geltung und damit etwas unbestimmt Ästhetisches, das man mit dem Signum „schwul” nicht genau trifft. Aber es gibt keine bessere Umschreibung von Fischers Stil, die vielen Vorlagen zielgruppengerecht aufzulegen, Unschwules mit einem „schwulen” Raster zu formatieren. Die Mondäne beschreibend, die zu aufgetragen wirkt, um als echt durchzugehen. Fischers manierierter Stil erzeugt eine sentimental journey, aber sein Schweben raubt manchen Vorlagen leider deren (bitterböse) Ursprünglichkeit. Und das ist schade, kennt man die ungeglätteten Originale (wünschenswert deutlich zeigen es Waits' „Broken Bicycles” und Hirschs „Komm großer schwarzer Vogel”). Weites Feld. Zum Singer/Songwriter fehlt dem Oldenburger eben ein erhebliches Quantum Lebensleid, aber das kann ja noch kommen. Bei alledem ist die sparsame, pianodominierte Instrumentierung maßgeschneidert für des Künstlers Stimme arrangiert. Als Diva, als Matrose, als Philosoph, gibt er sich auf der live aufgenommenen Doppel-CD 27mal die Ehre. Am 1. Dezember des vergangenen Jahres hatte Fischers neues Programm „Walzerdelirium” im Berliner Luftschloss Premiere; am 17. November dieses Jahres wird der Künstler mit diesem Programm in Münster gastieren.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.timfischer.de
MH

 

 

Filmclub im KCM (proudly presents):

„Lilies - Theater der Leidenschaften”

„Lilies - Theater der Leidenschaften” beschreibt die verbotene Sehnsucht zweier junger Männer, deren Liebe bedingungslos ist, die sich in Leidenschaft begehren, fesselnd, erotisch und zugleich grausam in ihrer Entwicklung...

mehr zum Film unter wuerzburg.gay-web.de

Freitag, 17.08.2001, ab 20:30 Uhr im KCM

 

Bound - Gefesselt

Ein lesbisches Pärchen versucht trickreich, den Geldkoffer eines Mafioso in seinen Besitz zu bringen, was einigen Menschen das Leben kostet. Die durchgängige Stilisierung und eine spekulative Behandlung von Geschlechterrollen und Genrekonventionen verweisen ebenso wie die willkürlich gesetzten Spannungsmomente zusehends auf sich selbst.

mehr zum Film unter wuerzburg.gay-web.de

Freitag, 21.09.2001, ab 20:30 Uhr im KCM

 

 

Das unbekannte Zentrum

Belarus und Minsk

Von Münster aus liegt Belarus weit im Osten. Ein Blick auf die Karte verrät das Land jedoch als geografisches Zentrums Europas. Ein stilles, unbekanntes Zentrum; kaum einmal ist etwas von dort in den Medien zu erfahren. Was um so erstaunlicher ist, kennt man die schwierige Situation des Landes mit seinem eigentümlichen politischen System. Eine Reise nach Belarus ist eine Reise mitten hinein in die Transformation des sowjetischen Systems in eine letztlich marktwirtschaftlich funktionierende Volkswirtschaft. Mit allen Problemen im Detail, mit enormen sozialen und politischen Verwerfungen und dennoch bleibt der Eindruck, dass in Belarus der Transformationsprozess behutsamer vollzogen wird, als in den Ländern ringsum. Was in westlichen Augen immer wieder als „postsowjetisch” denunziert wird, erweist sich beim Erkunden der Zusammenhänge oftmals als einzig gangbarer Weg. „Wir Weißrussen sind gute Knechte” verweist auf die Kombination von Erfindungsgabe und stiller Duldsamkeit, die dieses Volk vielleicht am Treffendsten beschreibt.

Belarus leitet seinen Namen vom russischen „belii” für „weiß” ab. Belarus ist demzufolge die eigene Landesbezeichnung für den im Westen bekannteren Begriff Weißrussland. Das „Weiß” wird auf mehrfache Art gedeutet. Am Populärsten sind die Ableitungen aus der sehr verbreiteten weißen Farbe in Tracht und Landschaft (Birken!) bzw. als Bezeichnung des frei gebliebenen russischen Landesteils im verheerenden Mongolensturm des 13. Jahrhunderts. In dessen Folge entwickelte sich Belarus in vielerlei Hinsicht zur kulturellen Übergangszone vom römisch-katholischen Westen hin zum orthodoxen Osten. Architektur, Sitten und die sich vom Russischen deutlich unterscheidende belarussische Sprache zeigen es an.

Das gilt ebenso für die belarussische Kapitale Minsk. Beinahe jeder Fünfte der zehn Millionen Belarussen wohnt in dieser pulsierenden Stadt. Die mit ihrer Weitläufigkeit und dem fehlenden historischen Zentrum unseren Stadtbildern wenig gleicht. Minsk teilte im letzten Weltkrieg das Schicksal von Münster. Im Sommer 1944 war von der Stadt fast nichts mehr übrig geblieben. Der Wiederaufbau wurde vor allem als Demonstration eigener Stärke begriffen und so fielen die Boulevards und Plätze noch weitläufiger aus als in anderen sowjetischen Städten. Liebhaber von Stalin-Barock kommen voll auf ihre Kosten. Wer die Dinge nüchterner sieht und die Architektur der Stadt als Ausfluss eigener städtebaulicher Ansichten begreift, wird sich dagegen wirklich Neues erschließen.

Ein eigenes Kapitel ist die Kommunikation. Russischkenntnisse sind schon deshalb von unschätzbarem Vorteil, weil sie die visuelle Orientierung in einem durchgängig kyrillisch geprägten Umfeld erst möglich machen. Mit Deutsch und Englisch kommt man dagegen längst nicht soweit wie im europäischen Westen. Was eingeschränkt für junge Leute gilt; beinahe jeder zehnte Einwohner der Stadt ist Student.

Schwierig ist es dennoch, den persönlichen Kontakt zum warmen Ufer zu bekommen. Zwar gibt es in Minsk ansatzweise eine organisierte Szene. Die Gesetzgebung lässt einvernehmliche homosexuelle Kontakte ab 18 Jahren ebenfalls zu. Aber Schwule haben mit mehrfachen Vorbehalten zu kämpfen. Ist schon die rechtliche Situation trotz formaler Möglichkeiten am Rande des Erträglichen angesiedelt, bestehen in der belarussischen Gesellschaft ausgeprägte Vorbehalte gegen jede homosexuelle Artikulation. Für den Kenner Osteuropas ist das nichts Neues. Es geht auch nicht um Rechtfertigungen. Aber die historisch gewachsenen Wertemuster lassen sich nicht innerhalb weniger Jahre verändern. Ehrlicherweise sollten wir uns bei diesen Betrachtungen auch die Situation in beiden deutschen Staaten vor zwanzig oder dreißig Jahren ins Gedächtnis rufen. Die lebhafte Missionsarbeit evangelikaler Gruppen und Freikirchen in Belarus passt zudem ins Bild sexueller Prüderie. Ein interessanter Gegensatz findet sich im Outfit der Jüngeren, das sich nur noch unmerklich von dem Gleichaltriger in Münster unterscheidet. Und was die körperliche Sinnlichkeit betrifft, hätte Andre Gide seinerzeit ebenso gut nach Minsk statt nach Tanger kommen können - die Minsker Burschen geben den Augen des Besuchers ein Fest!

Denn man muss trennen. Zwischen den eigenen Wertemustern und denen der anderen Gesellschaft. Wer einmal die weißrussische Gastfreundschaft erlebt hat, wer die Sauberkeit im öffentlichen und privaten Raum registriert und den sichtbaren Geschmack in der Kleidung, der spürt: Dieses Volk hat sich trotz riesiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme nicht aufgegeben. Es atmet eine stille Würde und Zuversicht. Hier liegt der Unterschied zu den Bewohnern westeuropäischen Slums wie Bijlermeer oder Brixton. Es ist unmöglich, keine Sympathie für dieses stille Volk im unbekannten Zentrum Europas zu empfinden.
MH

  • Aktueller Wechselkurs: 1 DM = 610 BYB (Stand: Mitte Juli)
  • Devisen können praktisch unbegrenzt eingeführt werden
  • Für Reisen nach Belarus besteht Visapflicht
  • Weitere Reiseinfos können über den Autor bezogen werden

 

 

Die gute Nachricht:

Slobodan Milosevic hat über viele Jahre Serbien mit Nationalismus traktiert und auf dem Balkan einen Krieg nach dem anderen angezettelt, um weiter herrschen zu können und die Früchte der Macht mit seinem Klüngel genießen zu können. Nun sitzt er in den Niederlanden im Knast.

Die schlechte Nachricht:

Kaum war Milosevic an das Kriegsverbrechertribunal ausgeliefert, droschen seinen kommunistischen und nationalistischen Parteigänger auf Teilnehmer einer Demonstration für Schwule ein. Soviel zu Slobo und sein Pack!
NK

 

 

Das Letzte

Clo(w)n Clement

Wolfgang Clement gehört zu den Machern in Deutschland. Dieses schöne Bild vom zupackenden Politiker versucht seine Partei, die SPD, dem staunenden Volk zu vermitteln.

Und tatsächlich gehört Clement, der jahrelang nur Kronprinz von Bruder Johannes Rau war und schon als Prinz Charles von Düsseldorf verspottet wurde, zu den umtriebigen Politikern in Deutschland.

Unbekümmert verkleinerte er bei seinem Regierungsantritt die Regierung und legte Justiz- und Innenministerium zusammen. Doch niemand applaudierte, das Verfassungsgericht machte dem Spuk ein Ende, die Bestellung eines neuen Justizministers geriet zur Posse.

Forsch legte Clement, der ungern fliegt, die moralische Latte für Dienstflüge von Politikern ganz hoch. Das kostete ihn einen Minister, und in der Flugaffäre beschädigte Clement durch sein dilettantisches Krisenmanagement auch noch gleich den zum Bundespräsidenten mutierten Johannes Rau (was gar nicht auffiel, denn nach seiner Wahl sah und hörte man von Bruder Johannes erfreulich wenig).

Ach, und dann war da die Verwaltungsreform. Die Landschaftsverbände sind ein Unikum in Deutschland, zwar machtvoll, aber eigentlich überflüssig. Großmäulig kündigte Clement Änderung an, daraus geworden ist gar nichts.

Und so wundert es eigentlich nicht, dass Macher Clement der SPD im letzten Jahr eine kräftige Wahlniederlage bescherte. In einer Situation, in der die Union wegen des Spendenskandals schwer beschädigt war und ihr Spitzenkandidat Rüttgers schlankerhand auf Fremdenfeindlichkeit setzte, die SPD also nicht verlieren, sondern nur gewinnen konnte, fuhren Clements Regierungsparteien SPD & Grüne zusammen über 6 Prozent Miese ein.

Jeder andere wäre in so einer Situation zurückgetreten, nicht jedoch der Macher Clement. Ihm hilft die Vorschrift der Landesverfassung, wonach der Ministerpräsident Mitglied des Landtags sein muss. Endlich liebäugte der Macher bei der Regierungsbildung im Sommer 2000 mit der FDP (oder F.D.P.?). Jürgen W. Möllemann, 1993 wegen Vetternwirtschaft und frecher Lüge aus der Bundesregierung gejagt, fuhr mit einem pfiffigen Wahlkampf und der beliebigen Botschaft „Jürgen hat euch lieb” Stimmen überdrüssiger Unions- und SPD-Wähler für seine Partei der Besserverdienenden (PdB oder P.d.B.) ein.

Indes blieb die rot-grüne Regierung dem Land erhalten, und mit ihr auch uns der Macher Clement. Oder anders: das Duo Clement-Möllemann wurde nicht Realität!

Nun hat Clement wieder zugeschlagen. Ausgerechnet in der Gentechnik macht er sich breit. Angesichts seiner bisherigen Pleiten in der Politik keimt bei mir die Hoffnung, dass Clement die Sache wieder vergeigt, denn der geklonte Mensch, die pränatale Feststellung, welche genetischen „Defekte” ein Mensch hat, bereitet mir als Schwulen Sorgen.

Wie lange dauert es noch, bis das schwule Gen entdeckt wird? Was machen wir dann mit dem schwulen Fötus? Sprechen wir ihm die Lebensfähigkeit ab wie etwa ungeborenen Kindern mit körperlichen oder geistigen Schäden? Was wird mit rothaarigen Menschen, mit Linkshändern, mit Leuten, die schielen, mit Glatzköpfen, mit Zauberhutredakteuren oder Clements?

Clement, der seine Gen-Politik nun auch mit Möllemann durchsetzen will, muss genetische Eingriffe bei sich nicht fürchten. Ihm kann ganz leicht geholfen werden. Einfach zurücktreten, denn seien wir mal ehrlich: Politik ist Clements Sache wirklich nicht. Vielleicht versucht er es mal als Clo(w)n.
NK

 

 

Kleinanzeigen

 

„Wir wollen in der Vorstellung der anderen ein Scheinleben führen, und darum mühen wir uns um den Schein. Unaufhörlich sind wir damit beschäftigt, den Schein unseres Seins auszuschmücken und zu erhalten, und darüber vergessen wir das Wirkliche.” Blaise Pascal - Gedanken; gefunden von Michael.

 

Mutter verzeih!

 

Liebste Sylvia,
in aller Öffentlichkeit will ich mich zu Dir im Zauberhut bekennen und grüße Dich. Anonymus

 

Was macht eigentlich...
Peter Kramer?

 

Ein dicker Schmatz an...
die Mitarbeiter des Zauberhuts, an Michael, an Bernd, an Martin, an das unbekannte weibliche Modell, an Ralf, an Achim & den ganzen Rest.

 

Der Verein Westfälisches Moorhuhn e.V. fordert:
Moorhuhnjäger vors Den Haager Kriegsgericht! (Der Zauberhut schützt seine Mitarbeiter und liefert niemanden aus; die Redaktion!)

 

Habe dich am Freitag, 20.07.
bei der Din-A-Queer Fete im Triptichon gesehen. Du warst mit einem Freund da, der ein rotes T-shirt anhatte. Du hast mir erzählst das du aus Nordhorn kommst. Ich fand dich super süß und würde dich gerne wiedersehen. Ich habe mir von dir eine Pommes geschorrt.
Also falls das hier irgendwie bei dir ankommt melde dich doch bitte. Meine Nr. 0173/6051892.

 

Im September
wird der Zauberhut wegen der Sommerpause nicht erscheinen. Die Macher des Hutes wünschen allen Lesern des Blattes noch viele sonnige Wochen, auch wenn es so gar nicht danach aussehen will. Im Oktober erscheint der Zauberhut dann wieder in alter Frische, in bekannter Liebenswürdigkeit und treudeutscher Bosheit.

 
Kleinanzeigen können im
Zauberhut und bei muenster.gay-web.de
aufgegeben werden.

 

Impressum

Zauberhut,
c/o KCM - Schwulenzentrum Münster e.V.,
Postfach 4407, 48025 Münster,
Tel. 0251/665686, Fax. 0251/665661,
E-Mail: zauberhut@muenster.gay-web.de.
Redaktion: Mathias Grunert, Michael Heß, Norbert Korfmacher (ViSdP), Sylvia Zylberstein-Seinecke
Umsetzung für das Internet heinz@muenster.gay-web.de

Namentlich gekennzeichnete Artikel
geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt abzudrucken.
Auflage: 1200
Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe jeweils am 10. des Monats

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