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Neuerwerbungsliste 2002 |
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Jonathan Ames: Flüchtig wie die Nacht - Bekenntnisse eines New Yorkers. Europa Verlag 2001
Erzählt wird aus dem Leben eines jungen Mannes um die dreißig, der aus der Provinz in die Metropole kam, um Vereinsamung ,Obdachlosen und Huren zu begegnen. Dazu gehören auch eine Beziehung mit einer Freundin und immer wieder Ausflüge in schwulen Sex, wenn er besoffen ist. Wochenendbesuche bei den Eltern geben den Hintergrund für sehnsüchtige Rückblenden in die Jugendzeit mit vergangenen Freundschaften. In der Zusammenstellung der Themen und der flüssigen Weise lohnenswerte Lektüre.
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Peter Hofmann: Allein die Welt dazwischen. Roman. Querlag Berlin 2001
Klaus, schon längst in Berlin etabliert, kommt nach dreijähriger Pause wieder einmal in sein kleines Heimatdorf im ehemaligen DDR-Grenzgebiet bei Oberhof in Thüringen zurück. Aber diesmal hat er seinen Freund für das Wochenende zum erstenmal dabei. Auch wenn alle es schon wußten: Wie wird die Reaktion der Eltern sein, wie steht es mit dem Bruder und seiner Kleinfamilie, die die Mutter heimlich zum Sonntagsessen eingeladen hat? Weitgehend überzeugende Darstellung in der Verbindung von schwulen Sozialisationsproblemen und Nach-Wende-Geschichte, wenn man von ein paar überzogenen Ausfällen gegen das Pack am Anfang mal absieht.
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Frauenliebe - Männerliebe. Eine lesbisch-schwule Literaturgeschichte in Portraits. Hrsg. Von Alexandra Busch und Dirck Link. Suhrkamp taschenbuch Frankfurt 2001
Diese Taschenbuchausgabe hebt sich wohltuend ab von vergleichbaren kurzatmigen Werken wie "Die Bibliothek von Sodom" ab. In durchaus profunder Weise wird ein Überblick über die wichtigsten AutorInnen lesbisch und schwul geprägter Literatur gegeben, durch die Verbindung einer Kurzbiographie mit einer Werkübersicht. Wieweit es tatsächlich möglich ist, das paritätisch für die schwule und die lesbische Seite zu gestalten, ist zumindestens eine zu stellende Frage.
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Hans-Friedrich Thomsen: Der andere Christ - Homosexualität bei evangelischen Pfarrern und katholischen Priestern in Deutschland. Karin Fischer Wissenschaft 2000
Ein evangelischer Pfarrer, selbst verheiratet und Vater dreier Kinder, berichtet aus seiner seelsorgerlichen Praxis, da er sich neben seinem Pfarramt zur Anlaufstelle für Kollegen entwickelt hat, die sich durch ihre Homosexualität und den kirchlichen Anforderungen in einer Zwickmühle befinden. Trotz des an sich wünschenswerten Ansatzes, für Toleranz und Akzeptanz zu werben, hinterlassen die Fallbeschreibungen in ihrer Art und Weise doch eher ein hier nur mal merkwürdig genanntes Gefühl. Die Aufmachung läßt allerdings zu wünschen übrig, man erhält den Eindruck, verschiedene vorhandene Materialien seien relativ flüchtig zusammengestellt worden.
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