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Der aktuelle Partyflyer mit den KCM Terminen für das Jahr 2012.
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Lesung im KCM zum CSD
Berlin 1938. Der 28-jährige Fritz wird im Berliner Tiergarten von der Gestapo ertappt, verhaftet und ins KZ gebracht. Sieben Jahre verbringt er in Sachsenhausen und Flossenbürg. Was ihm beim Überleben hilft, ist seine Liebe zu dem jungen Häftling Jan aus Warschau. Bei Kriegsende trennen sich jedoch ihre Wege für immer. Aus Angst vor Repressalien führt Fritz nach dem Krieg in Berlin jahrzehntelang ein Doppelleben und traut sich nicht, zu seinem Schwulsein zu stehen. Doch dann wird 1969 der Paragraph 175 entschärft, ein frischer Wind weht in der Metropole. Fritz versucht, eine Entschädigung für die im KZ erlittenen Qualen zu bekommen - und er lernt Will kennen.
Der Autor erzählt in sich zeitlich abwechselnden Kapiteln den Überlebenskampf im KZ und das Aufkeimen der Schwulenbewegung in der Berliner Nachkriegszeit. In klarer, nüchterner Sprache zeichnet er das Leben eines Mannes nach, der es trotz seiner - aus einer bedrückenden Vergangenheit herrührenden - Ängste schafft, ein Selbstbewusstsein als schwuler Mann zu entwickeln und sich seinen Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen.
Rainer Vollath, geboren 1966, hat in München, Paris und Kiel Romanistik und Germanistik studiert und über den spanischen Schriftsteller Juan Goytisolo promoviert. Er lebt als Autor und Redakteur in München und der Provence. "Zwei Lieben" ist sein Romandebüt. Rainer Vollath las aus seinem Text u.a. am 1. April im Dortmunder KCR sowie am 8. Mai im Rahmen von Gay In May in Osnabrück.
Die Lesung aus Anlass des Münsteraner CSD findet am 10. Juni um 15 Uhr im KCM, Am Hawerkamp 31, statt.
Das KCM bedankt sich beim Quer-Verlag Berlin für die gute Zusammenarbeit.
Gay in May (www.gayinmay.de)
Das vielseitige lesbisch-schwule Kulturprogramm in Osnabrück
KCR Dortmund (www.kcr-dortmund.de)
Der Schwesterverein des KCM in der Ruhrmetropole
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KCM begrüßt Rehabilitation
Das KCM Schwulenzentrum Münster begrüßt die Initiative des Berliner Senats zur Rehabilitierung der nach Paragraf 175 StGB verurteilten Männer. Die noch vom rot-roten Senat erarbeitete Initiative wird nun unter Rot-Schwarz ausdrücklich fortgeführt und in die parlamentarischen Gremien eingebracht. Der frühere Paragraf stellte selbst einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen volljährigen Männern unter Strafe.
Nach 1945 war der Paragraf in der Nazifassung von 1936 trotz des erkennbaren Unrechtsgehaltes in beiden deutschen Staaten weiter gültig. In der DDR erfolgte die Entschärfung der nazistischen Version in den frühen 50er Jahren, die endgültige Abschaffung erfolgte 1968. Im alten Bundesgebiet wurde die Naziversion sogar erst 1969 entschärft und im Mai 1994 für das alte Bundesgebiet endgültig abgeschafft (für die neuen Bundesländer wurde er ab dem 3. Oktober 1990 nicht mehr übernommen). Insgesamt wird heute von 50.000 Aburteilungen in beiden deutschen Staaten ausgegangen, was für die Betroffenen oftmals existenzielle Folgen hatte.
Die Streichung der Vorschrift war der erste Schritt, dem nun konsequent der zweite folgt. Zwar ist die Mehrzahl der Verurteilten bereits gestorben, aber die Initiative von CDU, LINKE und SPD entspricht dem heutigen Rechtsempfinden und greift eine alte Forderung der (linken) Schwulenbewegung auf. Das KCM rät den übrigen Parteien und Landesregierungen deshalb, sich der Initiative vorbehaltlos anzuschließen.
Mehr Infos gibt es auf www.berlin.de/lads/gglw/publikationen.
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Anregung des KCM zur Benennung einer Straße nach Rainer Plein
Man muss schon in den Sechzigern sein, um den 1976 verstorbenen Rainer Plein noch persönlich gekannt zu haben. Aber mit Münsters erstem rosa Bürgerrechtler verbinden sich untrennbar die Anfänge der Bewegung in der Domstadt. 1971 gründete Plein die Homophile Studentengruppe Münster HSM, von der über die Homosexuelle Initiative Münster HIM ein direkter Weg zum 1985 gegründeten KCM erfolgte. Am 29. April 1972 organisierte Plein die erste Demo von Schwulen in Deutschland überhaupt maßgeblich mit, die in Münster stattfand. Teilnehmer waren unter anderem der spätere Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Martin Dannecker sowie der Filmregisseur Frank Ripploh ("Taxi zum Klo").
Bisher fehlt im Straßenbild von Münster als "Stadt des Friedens und der Toleranz" jeder Bezug zur homosexuellen Emanzipation. Am 2. Februar 2012 stellte das KCM bei der zuständigen Bezirksvertretung Mitte die Anregung nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW, Teile des Aaseitenwegs oder alternative Vorschläge nach Rainer Plein zu benennen. Der Antrag durchläuft mittlerweile die parlamentarischen Gremien.
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